Schmerzen nach der Knie-OP zielgenau ausschalten15. September 2020 Christine Meyer-Frießem (Bild: Bergmannsheil) Dr. Christine Meyer-Frießem von der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Schmerzmedizin des BG Universitätsklinikums Bergmannsheil ist mit dem August-Bier-Preis 2020 ausgezeichnet worden. Die Anästhesistin erhielt die Auszeichnung für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Regionalanästhesie. Der mit 2500 Euro dotierte Forschungspreis – gestiftet von der Firma Pajunk Medical Produkte GmbH – wird jährlich von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) verliehen. In diesem Jahr teilen sich zwei Preisträgerinnen die Auszeichnung: Neben Meyer-Frießem wurde Dr. Ann-Kristin Schubert, Marburg, ausgezeichnet. Im Fokus der Analyse von Meyer-Frießem stand ein spezielles Verfahren der Regionalanästhesie, die Adduktorenkanal-Blockade. Dieses Verfahren wird häufig bei einer Knie-Operation in Ergänzung zur Vollnarkose des Patienten angewandt. Dabei werden die Nerven, die im Adduktorenkanal verlaufen, mit einem Lokalanästhetikum betäubt. Durch dieses Verfahren können Anästhesisten den Einsatz von Narkosemitteln reduzieren. Auch die postoperative Schmerztherapie wird erleichtert. In ihrer Analyse hat die Forscherin gemeinsam mit Kollegen die Wirksamkeit und Sicherheit der Adduktorenkanal-Blockade erstens mit Placebo und zweitens mit anderen Verfahren der Regionalanästhesie verglichen, die bei Schmerzen von Patienten nach einer Knie-Operation eingesetzt werden.
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