Schwangerschaft: Blutdruckmuster können späteres Risiko einer Hypertonie voraussagen4. April 2025 Foto: © interstid/stock.adobe.com Eine neue Studie der Keck School of Medicine der USC, USA, könnte helfen, Frauen zu identifizieren, die ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck haben, aber von den aktuellen medizinischen [US-]Richtlinien übersehen werden. Frauen mit Blutdruckwerten im klinisch normalen Bereich während der Schwangerschaft, die jedoch während der Schwangerschaft keinen Blutdruckabfall aufweisen, haben ein erhöhtes Risiko, in den fünf Jahren nach der Geburt an Bluthochdruck zu erkranken. Diese Frauen – etwa 12 Prozent der untersuchten Bevölkerung – würden nach den aktuellen medizinischen [US-]Richtlinien nicht als Hochrisikopatientinnen eingestuft, berichten die Autoren eingangs. Doch die Erkenntnisse ihrer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift „Journal of the American College of Cardiology“ veröffentlicht wurden, könnten dazu beitragen, diese Frauen als Kandidatinnen für eine frühzeitige Intervention zu identifizieren. Fünf Jahre beobachtet Die Forscher sammelten Daten zu Blutdruck und anderen Gesundheitsfaktoren von 854 Frauen aus der MADRES-Kohorte (Maternal and Developmental Risks from Environmental and Social Stressors), einer Gruppe von 854 „einkommensschwachen hispanischen“ Frauen und ihren Kinder, während der Schwangerschaft und bis zu fünf Jahre nach der Geburt. Nach der Datenerhebung nutzten die Forscher einen statistischen Ansatz, bekannt als Latent Class Growth Modeling, um nach Mustern im Blutdruck der Frauen im Verlauf ihrer Schwangerschaften zu suchen und festzustellen, ob diese Muster mit Veränderungen ihres Gesundheitszustands bei späteren Untersuchungen verbunden waren. Dieser Längsschnittansatz ermöglichte es ihnen, den Blutdruckverlauf der Frauen während der Schwangerschaft abzubilden und mehrere Jahre später einen Zusammenhang zwischen bestimmten Blutdruckmustern und Bluthochdruck festzustellen. Das Ergebnis: Bei den meisten Frauen in der Studie (80,2 %) blieb der systolische Blutdruck während der gesamten Schwangerschaft niedrig. Bei 7,4 Prozent der Frauen war der Blutdruck zunächst hoch, sank im zweiten Trimester und stieg dann wieder an. Eine dritte Gruppe von Frauen (12,4 %) hatte einen leicht erhöhten systolischen Blutdruck, der während der gesamten Schwangerschaft auf einem gesunden Niveau blieb, im zweiten Trimester jedoch nicht sank. Im Vergleich zur ersten Gruppe hatten diese Frauen in den fünf Jahren nach der Geburt ein 4,91-mal höheres Risiko für Bluthochdruck. „Diese [letzte] Gruppe von Frauen würde nach keinem der aktuellen klinischen Kriterien als Frauen mit erhöhtem Langzeitrisiko für Bluthochdruck eingestuft werden, da ihr Blutdruck unterhalb der diagnostischen Grenzwerte blieb und die meisten keine anderen traditionellen Risikofaktoren aufwiesen“, erklärt Prof. Shohreh Farzan leitende Autorin der Studie. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Beobachtung von Blutdruckmustern während der Schwangerschaft dazu beitragen könnte, diese unterschätzte Gruppe zu identifizieren und Interventionen zu planen, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen können, betont der Erstautor der Studie, Prof. Zhongzheng (Jason) Niu.
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