Schwangerschaft: Mentholhaltige E-Zigaretten könnten die Embryonalentwicklung beeinflussen14. April 2025 Foto: © seksanwangjaisuk/stock.adobe.com Forscher der University of California – Riverside, USA, haben herausgefunden, dass Menthol-Konzentrationen im Blut Schwangerer ausreichen, um TRP-Kanäle (englisch transient receptor potential channels), in den hES-Zellen zu aktivieren. Das Dampfen während der Schwangerschaft wird immer häufiger, doch der Einfluss auf die frühe menschliche Entwicklung ist noch nicht gut erforscht, schreiben die Autoren einer neuen US-Studie. Darin berichten sie, dass der in E-Zigaretten verwendete Aromastoff Menthol Risiken für das ungeborene Kind bergen könnte. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Stem Cells Translational Medicine“ veröffentlicht. Frühe Stadien der Embryonalentwicklung untersucht Die Wissenschaftler nutzten humane embryonale Stammzellen (hESCs), um frühe Stadien der Embryonalentwicklung zu charakterisieren und untersuchte, wie niedrige Mentholkonzentrationen wichtige zelluläre Prozesse beeinflussen. „Diese Aktivierung führte zu einer Hemmung des Zellwachstums, erhöhtem Zelltod und abnormer Zellbewegung in den hESCs“, berichtet Erstautorin Shabnam Etemadi. Sie fügt hinzu: „Diese Veränderungen könnten ein kritisches Entwicklungsstadium, die Gastrulation, beeinträchtigen und möglicherweise das Risiko von Geburtsfehlern erhöhen.“ TRP-Kanäle sind eine große Familie von Ionenkanälen, die sich in den Membranen vieler verschiedener Zelltypen befinden, darunter auch in Fortpflanzungsgeweben und Embryonen. Sie sind an einer Vielzahl sensorischer und physiologischer Prozesse beteiligt, darunter der Wahrnehmung von Wärme, Kälte, Schmerz, Druck, Geschmack und Geruch. Die Forscher fanden heraus, dass einer der Kanäle, der TRPA1-Kanal, durch nanomolare Mentholkonzentrationen aktiviert wurde. Laut ihrem Expositionsmodell ist Menthol im Blut schwangerer Frauen, die dampfen, vorhanden und würde den Embryo erreichen. Etemadi erklärte, dass die Gastrulation die Bewegung von Epiblastenzellen beinhaltet, um das endgültige Endoderm und Mesoderm zu bilden. Die Gastrulation gilt als kritisches Entwicklungsstadium, da in diesem Prozess in der dritten oder vierten Entwicklungswoche die drei primären Keimblätter – Ektoderm, Mesoderm und Endoderm – gebildet werden, erklärt sie. „Diese Keimblätter dienen als Bausteine für alle zukünftigen Organe und Gewebe im Embryo. Jede Störung in diesem Stadium kann aufgrund der Fehlverteilung von Zellen, die für bestimmte Gewebe und Organe bestimmt sind, zu erheblichen strukturellen Geburtsfehlern führen“, fügte sie hinzu. Die Forschung wurde durch Zuschüsse des Tobacco-Related Disease Research Program und des California Institute of Regenerative Medicine gefördert.
Mehr erfahren zu: "Neue Biomarker-Kombination könnte Metastasierungsrisiko bei Brustkrebs vorhersagen" Neue Biomarker-Kombination könnte Metastasierungsrisiko bei Brustkrebs vorhersagen Das Metastasierungsrisiko bei Brustkrebs lässt sich möglicherweise anhand des Zusammenspiels zweier Gene besser einschätzen. Eine neue Studie zeigt, dass die Kombination aus SUCLA2 und USP10 mit dem fernmetastasenfreien Überleben zusammenhängt […]
Mehr erfahren zu: "RKI: Inzwischen rund 15.800 Menschen durch Hitze gestorben" RKI: Inzwischen rund 15.800 Menschen durch Hitze gestorben Die extreme Hitze in diesem Jahr hat bereits Tausende Menschen das Leben gekostet. Die Todeszahlen liegen deutlich über denen der zurückliegenden Rekordjahre 2018 und 2019.
Mehr erfahren zu: "Soziale Benachteiligung erhöht das Sterberisiko bei Frauen mit früher Menopause" Soziale Benachteiligung erhöht das Sterberisiko bei Frauen mit früher Menopause Soziale Benachteiligung bei früher Menopause ist mit einem erhöhten Risiko für vorzeitigen Tod, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz verbunden. Besonders deutlich war der Zusammenhang bei Arbeitslosigkeit. Die Studienergebnisse wurden in der Fachzeitschrift […]