Senkung des systolischen Blutdrucks: Geringstes Risiko bei 120 bis 124 mmHg9. Oktober 2017 © Photographee.eu – fotolia.com Die Reduktion des systolischen Blutdrucks (SBP) unter die aktuell empfohlenen Zielwerte senkt laut einem neuen Review mit Meta-Analyse signifikant das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und die Mortalität aller Ursachen. Die Forscher um Joshua D. Bundy von der Tulane University School of Public Health and Tropical Medicine, New Orleans, hatten MEDLINE und EMBASE ab Einrichtung bis zum 15.12.2015 durchsucht und zudem in den Bibliographien der gefundenen Artikel manuell recherchiert. Insgesamt 42 Studien mit 144.220 Patienten hätten die Eignungskriterien erfüllt, berichtet das Team. Im Allgemeinen habe es lineare Zusammenhänge zwischen dem mittleren erreichten SBP und dem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und die Mortalität gegeben, berichten die Autoren, wobei das geringste Risiko bei 120–124 mmHg bestanden habe. Die randomisierten Gruppen mit einem mittleren erreichten SBP von 120–124 mmHg hatten eine Hazard Ratio (HR) für schwere kardiovaskuläre Erkrankungen – von 0,71 (95 %-Konfidenzintervall [KI] 0,60–0,83) vs. 130–134 mmHg, – eine HR von 0,58 (95 %-KI 0,48–0,72) vs. 140–144 mmHg, – eine HR von 0,46 (95 %-KI 0,34–0,63) vs. 150–154 mmHg, – und eine HR von 0,36 (95 %-KI 0,26–0,51) vs. ≥160 mmHg. In ähnlicher Weise errechnete sich für randomisierte Gruppen mit einem mittleren erreichten SBP von 120–124 mmHg eine HR für die Mortalität aller Ursachen – von 0,73 (95 %-KI 0,58–0,93) vs. 130–134 mmHg, – eine HR von 0,59 (95 %-KI 0,45–0,77) vs. 140–144 mmHg, – eine HR von 0,51 (95 %-KI 0,36–0,71) vs. 150–154 mmHg – und eine HR von 0,47 (95 %-KI 0,32–0,67) vs. ≥160 mmHg. (sf)I Autoren: Bundy JD et al. Korrespondenz: Prof. Jiang He; [email protected] Studie: Systolic Blood Pressure Reduction and Risk of Cardiovascular Disease and Mortality: A Systematic Review and Network Meta-analysis Quelle: JAMA Cardiol 2017;2(7):775–781. Web: dx.doi.org/10.1001/jamacardio.2017.1421