„Servicebuch Auge“: Praxisrelevante Antworten, hilfreiche Kontakte21. Oktober 2019 Das Cover des Low-Vision-Guides “Servicebuch Auge”. Bildquelle: PRO RETINA Deutschland / Servicebuch-Verlag Menschen, die von starker Sehbehinderung oder Blindheit bedroht sind, werden mit einer Vielzahl von Fragen und Unsicherheiten konfrontiert. PRO RETINA Deutschland und der Servicebuch-Verlag haben mit dem kostenlos erhältlichen „Servicebuch Auge“ erstmals gemeinsam einen bundesweiten Wegweiser vorgelegt, der viele praxisrelevante Antworten sowie hilfreiche Wege und Kontakte aufzeigt. Das „Servicebuch Auge“ bietet vor allem nach der Erstdiagnose einer Netzhauterkrankung eine Orientierung für betroffene Menschen und Angehörige. Das Buch unterstützt Fachleute in Medizin, Rehabilitation und Hilfsmittelbranche, ihre Patienten, Klienten und Kunden verständlich und umfangreich zu informieren. Prof. Bernd Bertram, 1. Vorsitzender des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands (BVA), würdigt den Low-Vision-Guide als umfangreiche Hilfestellung für Blinde, und Sehbehinderte, der über wichtige Augenerkrankungen aufklärt: „Der Schwerpunkt liegt hier auf Netzhauterkrankungen, für deren Diagnostik und Behandlung in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte verzeichnet wurden“, so Bertram. Besonders unmittelbar nach der Diagnose beschäftigen sich betroffene Menschen nicht nur mit den Chancen der Behandlung, sondern vor allem mit Fragen wie diesen: Kann ich weiter meinen Alltag alleine bewältigen? Kann ich meinen Beruf weiter ausüben? Kann ich mich weiter um meine Familie kümmern? Wie kann ich weiterhin ein unabhängiges Leben führen? Was wird aus meinen Hobbys? Gibt es finanzielle Unterstützung? Bertram macht darauf aufmerksam, dass sich technische Hilfsmittel und Rehabilitationsmaßnahmen bei Netzhauterkrankungen im Laufe der Jahre deutlich weiterentwickelt haben, aber Angebote nicht selten nur deshalb nicht in Anspruch genommen würden, weil sie unbekannt seien. „Selbst wir Augenärzte“, so Bertram, „haben nicht immer einen kompletten Überblick über die vorhandenen Möglichkeiten. Genau hier setzt das ‚Servicebuch Auge‘ an, welches sich im Besonderen mit Netzhauterkrankungen befasst“. Rund 50 laienverständliche FachartikelFür die erste Deutschland-Ausgabe des „Servicebuch Auge“ haben die bundesweit agierende Selbsthilfevereinigung für Menschen mit Netzhauterkrankungen, PRO RETINA, und der Fachverlag im Low-Vision-Bereich das Konzept des auflagenstarken Wegweisers weiterentwickelt und neue Fachautoren gewinnen können. Neben den medizinischen Themen werden auch viele alltagsrelevante Themen in rund 50 laienverständlichen Fachartikeln aufgegriffen. Dabei wird ein breites Spektrum abgedeckt. Dieses reicht von Apps über vergrößernde Sehhilfen bis hin zum „persönlichen Budget“ (PB), das als alternative Form der Leistungsgewährung die Chance auf eine selbstbestimmte Teilhabe stärken soll. Mit einer Sammlung der wichtigsten Adressen und Checklisten hat der Titel zudem praktischen Nutzen für Betroffene, Angehörige und Fachleute. Das Servicebuch ist im September in einer Auflage von 30.000 Stück erschienen und wurde auf dem Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) in Berlin von PRO RETINA Deutschland vorgestellt. Sowohl die Bestellung als auch der Versand des Buches sind laut Mitteilung der Selbsthilfevereinigung kostenlos. Ermöglicht worden sei das Projekt mit finanzieller Unterstützung der Barmer.Auf www.service-auge.de kann das Buch unter dem Link „Fachleute“ auch in größeren Mengen bestellt werden. Telefonische Bestellungen nimmt auch die PRO RETINA Deutschland entgegen unter 0228-227217-0. Quelle: PRO RETINA Deutschland e.V.