Sexualhormon Östradiol macht Frauen anfälliger für Kokain als Männer

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Eine neue Studie der University of Texas in Arlington zeigt, dass das weibliche Sexualhormon Östradiol dafür verantwortlich ist, dass Frauen empfindlicher auf die Droge Kokain reagieren als Männer.

Frühere Studien, die sich auf den Kokainkonsum konzentrierten, hatten bereits ergeben, dass Frauen eher als Männer eine Abhängigkeit entwickeln, Kokain in einem jüngeren Alter ausprobieren, größere Mengen der Droge konsumieren und an einer Überdosis zu erliegen.

Eine neue Studie von Forschern der University of Texas in Arlington (UTA), USA, die in der Fachzeitschrift „Pharmacology Biochemistry and Behavior“ veröffentlicht wurde, zeigt nun den Grund. Das weibliche Sexualhormon Östradiol ist dafür verantwortlich, dass Frauen anfälliger für Kokainabhängigkeit sind als Männer.

„Wir haben zum ersten Mal gezeigt, dass Östradiol die kokainbedingte Belohnung verstärkt“, sagt Linda Perrotti, Professorin und Vorsitzende der Abteilung für Psychologie an der UTA und Hauptautorin der Studie. „Unsere Forschung füllt eine bedeutende Lücke im Wissen über Drogensucht und liefert eine entscheidende Verbindung zum Verständnis, wie schwankende Hormonspiegel dazu führen können, dass Frauen empfänglicher für die belohnende Wirkung von Kokain sind“, fügt sie hinzu.

Mithilfe einer bewährten Forschungstechnik, der konditionierten Ortspräferenz, fanden die Forscher bei Frauen ein höheres Maß an Sensibilität, das je nach Zeitpunkt ihres Fortpflanzungszyklus schwankte.

„Insbesondere haben wir jetzt gezeigt, dass Frauen eine höhere Empfindlichkeit für die akute belohnende Wirkung von Kokain haben, je nachdem, wo sie sich in ihrem Zyklus befinden“, kommentiert Perrotti. „Diese Forschungsergebnisse geben uns ein neues Verständnis davon, wie das Gehirn auf Kokain reagiert, und liefern unschätzbare Informationen über den Kokainkonsum und die Abhängigkeit beim Menschen“, fügt sie hinzu.