SGLT-2-Inhibitoren, GLP-1-Agonisten und DPP-4-Inhibitoren: Einfluss auf Mortalität und kardiovaskuläre Endpunkte untersucht14. Mai 2018 © sdecoret – fotolia.com Eine Netzwerk-Metaanalyse von 236 Studien mit 176.310 randomisierten Teilnehmern hat untersucht, wie SGLT-2-Inhibitoren, GLP-1-Agonisten und DPP-4-Inhibitoren auf Mortalität und kardiovaskuläre Endpunkte wirken. Demnach gehen SGLT-2-Inhibitoren (absolute Risikodifferenz [RD] -1,0 %; Hazard Ratio [HR] 0,80; 95 %-Kredibilitätsintervall [CrI] 0,71–0,89) und GLP-1-Agonisten (absolute RD -0,6 %; HR 0,88; 95 %-CrI 0,81–0,94) mit einer signifikant geringeren Mortalität aller Ursachen einher als die Kontrollgruppen (Placebo oder keine Behandlung). Zudem waren SGLT-2-Inhibitoren (absolute RD -0,9 %; HR 0,78; 95 %-CrI 0,68–0,90) und GLP-1-Agonisten (absolute RD -0,5 %; HR 0,86; 95 %-CrI 0,77–0,96) mit geringerer Mortalität assoziiert als DPP-4-Inhibitoren. DPP-4-Inhibitoren seien hingegen nicht mit einer geringeren Moralität einhergegangen (absolute RD 0,1 %; HR 1,02; 95 %-CrI 0,94-1,11) als Placebo oder keine Behandlung, bilanzieren die Wissenschaftler um Sean L. Zheng. Darüber hinaus stellten sie fest, dass SGLT-2-Inhibitoren (absolute RD -0,8 %; HR 0,79; 95 %-CrI 0,69–0,91) und GLP-1-Agonisten (absolute RD -0,5 %; HR 0,85; 95 %-CrI 0,77–0,94) auch signifikant mit einer geringeren kardiovaskulären Mortalität assoziiert waren als die Kontrollgruppen. Zudem gingen SGLT-2-Inhibitoren signifikant mit geringeren Raten an Herzinsuffizienz-Ereignissen (absolute RD -1,1 %; HR 0,62; 95 %-CrI 0,54–0,72) und Myokardinfarkten (absolute RD -0,6 %; HR 0,86; 95 %-CrI 0,77–0,97) einher als die Kontrollgruppen. Ein weiterer Befund war, dass GLP-1-Agonisten mit einem höheren Risiko für nachteilige Ereignisse, die zum Rückzug aus der Studie führten, verbunden waren als SGLT-2-Inhibitoren (absolute RD 5,8 %; HR 1,80; 95 %-CrI 1,44–2,25) und DPP-4-Inhibitoren (absolute RD 3,1 %; HR 1,93; 95 %-CrI 1,59–2,35]). Fazit In dieser Netzwerk-Metaanalyse war die Verwendung von SGLT-2-Inhibitoren oder GLP-1-Agonisten mit einer niedrigeren Mortalität als DPP-4-Inhibitoren oder mit Placebo oder keiner Behandlung assoziiert. Die Verwendung von DPP-4-Inhibitoren war nicht mit einer niedrigeren Mortalität als mit Placebo oder ohne Behandlung assoziiert. Autoren: Zheng SL et al. Korrespondenz: Dr. Alan S. Go; [email protected] Studie: Association Between Use of Sodium-Glucose Cotransporter 2 Inhibitors, Glucagon-like Peptide 1 Agonists, and Dipeptidyl Peptidase 4 Inhibitors With All-Cause Mortality in Patients With Type 2 Diabetes: A Systematic Review and Meta-analysis Quelle: JAMA 2018;319(15):1580–1591. Web: dx.doi.org/10.1001/jama.2018.3024