Sichere Versorgung im Notfall entscheidend

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Zum Start der geplanten Reform der Notfallversorgung äußert sich Jörg Lüssem, Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe.

“Wir begrüßen es, dass mit der geplanten Reform die verschiedenen Bereiche der Notfallversorgung besser verzahnt und so die Gesamtqualität der medizinischen Notfallversorgung verbessert werden soll. Allerdings gibt es ein paar Entwicklungen im Reformprozess, die wir mit Blick auf den Rettungsdienst kritisch sehen.

Der Rettungsdienst spielt eine zentrale Rolle für eine gute medizinische Versorgung im Notfall und ist heute schon sehr leistungsfähig. Dieser Versorgungsbereich sollte durch die Reform gestärkt und nicht zusätzlich belastet werden, zum Beispiel durch einen Zuwachs an Bürokratie.

Im Mittelpunkt steht bei alldem die sichere Versorgung im Notfall. Das Vorhaben einer besseren Steuerung von Notfällen darf nicht zulasten der Patientinnen und Patienten gehen – etwa dadurch, dass Rettungsdienst und Krankentransport zukünftig weitere Wege zu den neuen Integrierten Notfallzentren zurücklegen müssten”, betonte Lüssem.

Bei der geplanten Reform der Notfallversorgung setzt das Bundesgesundheitsministerium auf integrierende Maßnahmen, um die einzelnen Versorgungsbereiche vom Notruf bis zur stationären Versorgung stärker miteinander zu vernetzen. Wesentliche Inhalte der Reform sind:

  1. Schaffung Gemeinsamer Notfallleitsysteme (GNL) von Notfallleitstellen und ärztlichem Bereitschaftsdienst
  2. Einrichtung Integrierter Notfallzentren (INZ) an Krankenhäusern durch Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenhäuser
  3. Anerkennung des Rettungsdienstes als eigenständiger medizinischer Leistungsbereich im SGB

In ihrem aktuellen Positionspapier nimmt die Johanniter-Unfall-Hilfe dazu jetzt Stellung. Das vollständige Positionspapier der Johanniter-Unfall-Hilfe ist unter dem nachfolgenden Link zu finden:

https://bit.ly/2UIlzcD