Sovaldi gegen HCV: Fälschung auf den deutschen Markt gelangt11. September 2017 Foto: © momius – fotolia.com Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informiert über eine Fälschung des Arzneimittels Sovaldi® 400 mg Filmtabletten der Firma Gilead, die auf den deutschen Markt gelangt ist. Das Arzneimittel enthält regulär den Wirkstoff Sofosbuvir und wird bei Erwachsenen zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (CHC) angewendet. Die gefälschten Tabletten sind nicht wie üblich gelb, sondern weiß. Die Packungen tragen die Chargenbezeichnung VVDXD (Verfallsdatum 01/2019), bei der es sich um eine real existierende Charge für den deutschen Markt handelt. Die gefälschten Tabletten unterscheiden sich vom Original durch die weiße Farbe. Weitere Veränderungen betreffen die Verpackung, wobei eine Unterscheidung ohne direkten Vergleich mit einer Originalverpackung nicht möglich ist. Die Fälschung wurde im Zuge von Nachuntersuchungen quarantänisierter Ware im Fälschungsfall des Arzneimittels Harvoni entdeckt, über den das BfArM im Juni berichtet hatte. Die Ergebnisse bezüglich Identität und Gehalt des Wirkstoffes Sofosbuvir der betroffenen Packungen sind Gegenstand weiterer, laufender Untersuchungen. Die Apotheken werden gebeten, Patienten, welche Sovaldi® über ihre Apotheke erhalten bzw. erhalten haben, über diesen Fall zu informieren und im Falle einer Fälschung die üblichen Meldewege einzuhalten. Patienten, die das Arzneimittel Sovaldi® 400 mg Filmtabletten der Firma Gilead einnehmen und feststellen, dass es sich dabei um weiße Tabletten handelt, sollen diese nicht einnehmen und sich an ihren behandelnden Arzt oder ihren Apotheker wenden, um das weitere Vorgehen abzusprechen. Das BfArM weist darauf hin, dass für den Austausch eine ärztliche Verschreibung bei der Apotheke vorgelegt werden muss. Weitere Sovaldi®-Chargen sind nach derzeitigen Informationen nicht betroffen. Das BfArM steht in engem Kontakt mit den Landesbehörden, die in Deutschland für die Überwachung des Verkehrs mit Arzneimitteln zuständig sind, sowie mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA. Sobald weitere Informationen vorliegen, wird das BfArM unverzüglich darüber informieren.
Mehr erfahren zu: "Immunantwort nach Organtransplantationen: Forschungskooperation will extrakorporale Photopherese weiterentwickeln" Immunantwort nach Organtransplantationen: Forschungskooperation will extrakorporale Photopherese weiterentwickeln Die Medizinische Universität Wien (Österreich) und das Unternehmen Therakos haben eine langfristige Forschungspartnerschaft zur Weiterentwicklung der extrakorporalen Photopherese (ECP) bei der Transplantation solider Organe gestartet.
Mehr erfahren zu: "Prävention kindlicher MASLD beginnt bei der Mutter" Prävention kindlicher MASLD beginnt bei der Mutter Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft und Stillzeit eine fett- und zuckerreiche Ernährung zu sich nehmen, haben ein erhöhtes Risiko, später im Leben eine Fettlebererkrankung zu entwickeln. Neue Forschungsergebnisse deuten […]
Mehr erfahren zu: "Transplantationsmediziner zur Widerspruchslösung: Ist es ethisch, eine Versorgungslücke offen zu lassen?" Transplantationsmediziner zur Widerspruchslösung: Ist es ethisch, eine Versorgungslücke offen zu lassen? Angesichts leicht gestiegener Organspendezahlen betont die Deutsche Transplantationsgesellschaft (DTG) den weiterhin ungedeckten Bedarf an transplantablen Organen für schwer kranke Menschen. „Warum tun wir uns in Deutschland so schwer mit der […]