Gen- und zellbasierte Therapien: Millionenförderung für 22 Forschungsprojekte18. Februar 2026 Foto: © ipopba/stock.adobe.com Insgesamt 22 Projekte aus 13 Städten werden im Rahmen der Nationalen Strategie für gen- und zellbasierte Therapien (GCT) durch das Projektförderprogramm SPARK-BIH am Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) mit 9,5 Millionen Euro unterstützt. Basierend auf dem seit zehn Jahren in Berlin etablierten SPARK-BIH Programm und als eine der ersten umgesetzten Maßnahmen der Nationalen Strategie GCT zielt es auf die Unterstützung von Forschungsprojekten, die das Potenzial haben, Therapien mit gen- und zellbasierten Produkten sowie assoziierter Diagnostik schneller in die Anwendung zu bringen, informiert das BIH in einer aktuellen Pressemitteilung. Als Teil des europäischen und des globalen SPARK Netzwerks unterstützt SPARK-BIH den gesamten Prozess – von der frühen Idee bis hin zu einer marktreifen Lösung. SPARK-BIH bietet zwei Förderlinien an: In Track 1 können sich Projekte in einer frühen Entwicklungsphase auf eine einjährige Förderung von bis zu 50.000 Euro bewerben. Track 2 unterstützt fortgeschrittene Projekte mit über 50.000 Euro über zwei Jahre. Brücke zwischen Forschung und klinischer Anwendung Ausgewählte Projekte erarbeiten zusammen mit dem SPARK-BIH Team eine Meilensteinvereinbarung, um die Projekte gezielt mit meilensteinbasierter Förderung und maßgeschneiderter Expertise auf dem Weg der Translation voranzubringen. Zusätzlich bietet SPARK ein edukatives Programm mit Vorlesungen und Seminaren rund um das Thema biomedizinische Translation und Entrepreneurships. Die Projektteams werden durch Projektmanager des SPARK-BIH Programms unterstützt und erhalten Zugang zu fachlicher und unternehmerischer Expertise sowie nationalen und internationalen Expert, die passgenau auf die Anforderungen der einzelnen Projekte abgestimmt ist, heißt es weiter. Unterstützung für zukunftsweisende GCT-Projekte Für die zweite Förderrunde des Programms reichten im Frühjahr 2025 Forschende aus ganz Deutschland ihre Projektpläne ein. Im Ergebnis gehen nun Förderungen an Forschungsvorhaben aus Berlin, Erlangen, Frankfurt, Freiburg, Göttingen, Hannover, Heidelberg, Leipzig, Mannheim, München, Neuherberg, Regensburg und Würzburg. Hier setzen GCT-Forschungsprojekte neue Innovationsakzente: Von einem schnell wirkenden Inhalationsmedikament gegen Parainfluenzaviren über eine optogenetische Gentherapie, die erstmals Hörvermögen zurückbringen soll, bis hin zu hochmodernen Immunzelltherapien gegen Blutkrebsarten und solide Tumoren reicht die Bandbreite der ausgewählten Projekte. Gefördert werden außerdem wegweisende Ansätze gegen neurologische Autoimmunerkrankungen, Leberfibrose und Abwehrreaktion nach Stammzelltransplantation. Parallel werden onkolytische Viren entwickelt für künftige klinische Studien, ein Wirkstoff zur Wiederherstellung wichtiger Nervenzell-Wachstumsfaktoren sowie gen-modifizierte regulatorische Zellen zur Kontrolle der Immunantwort bei Nierentransplantationen. Mit der Entwicklung verbesserter Technologien, zum Beispiel für Immunzelltherapien mittels gen-editierter Zellen, werden zudem Ansätze unterstützt, die das Potenzial haben, die Behandlung genetischer Erkrankungen gezielt weiter voranzubringen. Gemeinsam mit den in der ersten Ausschreibungsrunde ausgewählten Projekten unterstützt SPARK-BIH derzeit 39 Projekte im nationalen GCT-Programm, erklärt das BIH abschließend.
Mehr erfahren zu: "MHH: Anstieg solider Organtransplantationen im Jahr 2025" MHH: Anstieg solider Organtransplantationen im Jahr 2025 Insgesamt wurden an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) im vergangenen Jahr 365 solide Organe transplantiert: 24 Herzen, 110 Lungen, 80 Lebern, 148 Nieren und drei Bauchspeicheldrüsen. Das sind erneut knapp […]
Mehr erfahren zu: "Umweltbundesamt: Schadstoff im Urin fast aller Kinder" Umweltbundesamt: Schadstoff im Urin fast aller Kinder Vor zwei Jahren entdeckte das Umweltbundesamt im Urin zahlreicher Menschen Spuren eines gefährlichen Weichmachers. Der Ursprung: Sonnencreme. Besser geworden ist die Lage nicht.
Mehr erfahren zu: "Impfung gegen Gürtelrose wird Risikogruppen schon ab 18 empfohlen" Impfung gegen Gürtelrose wird Risikogruppen schon ab 18 empfohlen Menschen ab 60 Jahren wird eine Impfung gegen Gürtelrose generell empfohlen. Vielfach macht sie Experten zufolge aber schon weitaus früher Sinn. Die offizielle Empfehlung wurde entsprechend angepasst.