Spatenstich für das neue Radiologische Interventionszentrum5. Januar 2023 Spatenstich für das neue Radiologische Interventionszentrum (Foto: Universitätsklinikum Freiburg) Anfang Dezember wurde am Universitätsklinikum Freiburg der Spatenstich für den Neubau des Radiologischen Interventionszentrums (RIZ) gefeiert. Zukünftig werden dort minimalinvasive ambulante Eingriffe, aber auch eine Versorgung von Patienten aus dem Notfallzentrum sowie den Intensiv- und Normalstationen des Universitätsklinikums Freiburg stattfinden. Mit dem Radiologischen Interventionszentrum wird eine zentrale Einheit für minimalinvasive Eingriffe unter Kontrolle durch modernste Bildgebung geschaffen. Profitieren können davon unter anderem Patienten mit Krebs oder Gefäßveränderungen, wie beispielsweise Kinder mit angeborenen Gefäßfehlbildungen. „Diese Art von Einrichtung ist einmalig in Baden-Württemberg. Damit können wir deutlich mehr Menschen als bisher auf dem höchsten medizinischen Niveau versorgen“, sagte Prof. Frederik Wenz, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburg, beim Spatenstich. Vielzahl an Patienten profitiert Geleitet wird das RIZ von Prof. Wibke Uller, Leiterin der Interventionellen Radiologie an der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Freiburg. „Einer unserer Schwerpunkte ist die Behandlung von Gefäßfehlbildungen bei Kindern, wofür Patienten aus ganz Deutschland anreisen“, sagte Uller. Insbesondere bei Kindern erfolgen die Eingriffe unter Narkose, weshalb die Räumlichkeiten gemeinsam mit der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Universitätsklinikums Freiburg optimal gestaltet wurden. Neue Therapieverfahren dank Hybridsystem Von den drei geplanten Interventionseinheiten werden zwei eine moderne Angiographie-Anlage enthalten. Eine Einheit wird mit einem fahrbaren Computertomographen (CT) ausgestattet sein, der zwischen den Behandlungsräumen wechseln kann. Zusammen mit dem Angiographie-System entsteht dadurch ein Angiographie-CT-Hybridsystem, mit dem Ärzten während eines Eingriffs beide Geräte kombiniert nutzen können. „Im Hybridsystem können alle Behandlungsschritte in einem Raum stattfinden, für die aktuell Patienten noch zwischen den Interventionen verlegt werden müssen“, erklärte Prof. Fabian Bamberg, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburg. So könne beispielsweise ein stark durchbluteter Lebertumor zunächst mittels Angiographie von der Durchblutung abgeschnitten und dann in derselben Sitzung unter CT-Sicht abladiert werden. Auch die Qualitätskontrolle und eine eventuelle Anpassung der Therapie könne unmittelbar erfolgen. Bei Patienten mit mehreren schweren Verletzungen ermögliche das Hybridsystem, eine innere Blutung im CT zu erkennen und diese direkt mittels Katheter zu verschließen.
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