SpiFa fordert umgehend Maßnahmen zur Stärkung der ambulanten ärztlichen Versorgung22. November 2024 Symbolbild.©Finkenherd-stock.adobe.com Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) sieht nach dem Kollaps der Ampel-Koalition im Bund die Gefahr der Verschleppung notwendiger Reformen und fordert die umgehende Stärkung der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung im haus- und fachärztlichen Bereich. Nach dem Zusammenbruch der Ampel-Koalition aus SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP im Bund warnt der SpiFa vor einer Phase monatelanger gesundheitspolitischer Untätigkeit, die die medizinische Versorgung in Deutschland bedroht. Akut gefährdet sieht der SpiFa vor allem die ambulante vertragsärztliche Versorgung, die gezwungen ist, die seit Jahren bestehende gesundheitspolitische Reformunfähigkeit bei den allseits bekannten Großbaustellen trotz Fachkräftemangels und steigenden Betriebskosten finanziell und strukturell zu kompensieren. Hierzu Dr. Dirk Heinrich, SpiFa-Vorstandsvorsitzender: „Nachdem die Handlungsfelder im Koalitionsvertrag der Ampel richtig aufzeigt waren – Krankenhaus- und Notfallversorgung, Ambulantisierung, Entbürokratisierung, anwenderorientierte Digitalisierung – rächt es sich, dass die selbsternannte Zukunftskoalition durch eine Regierungskommission, Geplänkel mit den Ländern, Verunglimpfung von Akteuren der Gesundheitsversorgung als Lobbyisten durch den Bundesgesundheitsminister und die Vorlage inkonsistenter und inkonsequenter Gesetzentwürfe keine einzige Baustelle des Gesundheitswesens beseitigt haben wird.“ Stattdessen habe sie die Terminsituation für die Patientinnen und Patienten mit der Kostendämpfungskeule des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes mittels der Abschaffung der Neupatientenregelung maßgeblich verschlechtert. „Es brennt in der ambulanten haus- und fachärztlichen Versorgung und es ist geboten, dieses Feuer zügig mit der Entbudgetierung aller niedergelassener Ärztinnen und Ärzte zu löschen. Diese Großbaustelle des Gesundheitswesens duldet keinen Aufschub“, so Heinrich.
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