SpiFa: Vor Krankenhausreform erst Hybrid-DRGs angehen23. März 2022 Helmut Weinhart. Foto: D. Rasche / SpiFa Die COVID-19-Pandemie hat noch einmal deutlich gemacht, wie dringlich Reformen in der Krankenhauspolitik sind. Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) mahnt jedoch, nicht den zweiten vor dem ersten Schritt zu machen und sich zunächst der Schnittstellenproblematik ambulant-stationär zu widmen. Deutschland benötige dringend eine Reform der Krankenhausversorgung, ist der SpiFa überzeugt. Der Verband hebt jedoch hervor, dass diese nur gelingen könne, wenn zuvor das Reformvorhaben Hybrid-DRG angegangen werde und damit die Abschottung der Sektorengrenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung ein Ende finde. „Das von der Koalition angedachte Konzept der Hybrid-DRGs wird ein wesentlicher Bestandteil für die Krankenhausreform sein müssen”, betont der stellvertretende Vorsitzende des SpiFa, Dr. Helmut Weinhart. „Versorgung in Krankenhäusern muss neu gedacht werden. Dafür sind die Türen der Fachärzteschaft an allen Enden offen: Die niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands sind bereit und willens, einen wachsenden Anteil an potenziell ambulant zu erbringenden Versorgungsleistungen zu übernehmen, um die Krankenhäuser an dieser Stelle zu ergänzen und zu entlasten sowie damit einen Strukturwandel im deutschen Gesundheitswesen zu begleiten.“ Auch seitens der Krankenhäuser wurde im Rahmen des diesjährigen Krankenhausgipfels Offenheit für einen sektorenübergreifenden Versorgungsansatz und eine kooperative Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten signalisiert. „Der Grundsatz ambulant vor stationär muss weiterhin gelten. Für eine Umsetzung in der Praxis ist eine enge Zusammenarbeit zwischen dem niedergelassenen Bereich und den Krankenhäusern erforderlich und diese setzt wiederum eine Offenheit zur Kooperation voraus. Dementsprechend begrüßen wir die Signale seitens der Krankenhäuser“, so Weinhart weiter. SpiFa-Vorstandsmitglied Jörg Karst fordert ein zeitnahes Angehen der Schnittstellen-Thematik: „Es gibt vielerorts Reformbedarf im Gesundheitswesen. Die Einführung von Hybrid-DRGs ist aber Voraussetzung für weitere Reformvorhaben und sollte möglichst bald angegangen werden.“ (SpiFa/ms)
Mehr erfahren zu: "Gute Daten für Gemcitabin-freisetzendes System bei BCG-resistentem, nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom mit hohem Risiko" Weiterlesen nach Anmeldung Gute Daten für Gemcitabin-freisetzendes System bei BCG-resistentem, nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom mit hohem Risiko Das intravesikale Wirkstoff-Freisetzungssystem TAR-200 hat in einer Phase-IIb-Studie gute Ergebnisse bei der Behandlung von Patienten gezeigt, die unter einem nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom (NMIBC) mit hohem Risiko leiden und resistent gegen […]
Mehr erfahren zu: "Chronifizierte Beschwerden: Erwartungen als messbarer und potenziell veränderbarer Faktor" Chronifizierte Beschwerden: Erwartungen als messbarer und potenziell veränderbarer Faktor Anhaltende körperliche Beschwerden wie Erschöpfung, Magen-Darm-Probleme oder Juckreiz begleiten viele Betroffene über Monate oder Jahre und schränken ihr Leben ein. Doch wie kommt es zu einer solchen Chronifizierung von Beschwerden […]
Mehr erfahren zu: "Neuer urologischer Chefarzt in Winterthur" Neuer urologischer Chefarzt in Winterthur Prof. Christian Fankhauser ist seit 01.03.2026 neuer Chefarzt und Leiter der Klinik für Urologie am Kantonsspital Winterthur (KSW, Schweiz).