Sport: Auf die wöchentliche Gesamtmenge kommt es an11. November 2022 © Kzenon – stock.adobe.com (Symbolbild) Sport hält gesund, das ist schon lange kein Geheimnis mehr. Doch wie häufig und intensiv sollte man sich wöchentlich sportlich betätigen, um sein Sterberisiko zu senken? Ein überraschendes Ergebnis scheint nun eine US-weite Kohortenstudie internationaler Wissenschaftler zu liefern. Die Forscher werteten die Daten von 350.978 Erwachsenen aus, die zwischen 1997 und 2013 im Rahmen des US National Health Interview Survey über ihre sportliche Aktivität berichteten (Mittleres Alter 41,4 ±15,2 Jahre; 50,8% Frauen; 67,8% weiß). Diese Daten verknüpften sie mit dem National Death Index bis zum 31. Dezember 2015. Die Erwachsenen wurden nach dem Level ihrer physischen Aktivität in 2 Gruppen eingeteilt: 1. die physisch Inaktiven, die <150 min/Woche einer mäßigen bis intensiven körperlichen Aktivität (MVPA) nachgingen. 2. die physisch Aktiven, die ≥150 min/Woche moderaten oder ≥75 min/Woche intensiven Sport betrieben. Die aktive Gruppe wurde weiter unterteilt in die Wochenendsportler, welche ihre sportliche Aktivität an 1–2 Einheiten/Woche absolvierten und in die regelmäßigen Sportler, die ihre Gesamtsportmenge über ≥3 Einheiten/Woche ausdehnten. Zusätzliche erfassten die Studienautoren die Häufigkeit, Dauer/Einheit und Intensität der Aktivität. Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 10,4 Jahre (3,6 Mio. Personenjahre). Im Beobachtungszeitraum kam es 21.898 Todesfällen, davon 4130 durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 6034 durch Krebs. Im Vergleich zu körperlich inaktiven Teilnehmern betrug die HR für die Gesamtmortalität 0,92 (95%-KI 0,83–1,02) für Wochenendsportler und 0,85 (95%-KI 0,83–0,88) für regelmäßig aktive Teilnehmer. Gleichartige Ergebnisse ergaben sich für die ursachenspezifische Mortalität. Bei gleicher Gesamt-MVPA hatten Wochenendsportler ähnliche Gesamtmortalitätsraten und ursachenspezifische Mortalitätsraten wie regelmäßige Sportler. Die HRs für Wochenendsportler im Vergleich zu regelmäßig Aktiven betrugen 1,08 (95%-KI 0,97–1,20) für die Gesamtmortalität, 1,14 (95%-KI 0,85–1,53) für die kardiovaskuläre Mortalität und 1,07 (95%-KI 0,87–1,31) für die Krebsmortalität. Fazit Die Ergebnisse der Kohortenstudie deuten darauf hin, dass es offenbar keinen Unterschied macht, ob die wöchentliche Gesamtsportmenge über mehrere Tage (≥3) verteilt wahrgenommen wird oder an nur 1–2 Tagen, zum Beispiel am Wochenende. (ah) Autoren: Dos Santos M et al. Korrespondenz: Mauricio Dos Santos; [email protected] Studie: Association of the „Weekend Warrior“ and Other Leisure-time Physical Activity Patterns With All-Cause and Cause-Specific Mortality: A Nationwide Cohort Study Quelle: JAMA Intern Med 2022;182(8):840–848. Web: https://doi.org/10.1001/jamainternmed.2022.2488
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