Sport in der Jugend, größeres Lungenvolumen im Erwachsenenalter

Dass körperliche Aktivität und Sport wichtig für die Lungengesundheit sind, ist bekannt. Nicht klar ist hingegen, ob körperliche Fitness die Lungenfunktion beeinflusst.

Forscher aus Neuseeland und Zypern haben daher in 2 bevölkerungsbasierten Kohorten bestehend aus Kindern und Jugendlichen untersucht, ob ein solcher Zusammenhang zwischen der Lungenfunktion und körperlicher Fitness besteht.

Gemessen wurde die aerobe Fitness anhand eines maximalen Fahrradergometer-Tests bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 9, 15, 21 und 29 Jahren in Odense/Dänemark und mittels eines submaximalen Fahrrad-Tests im Alter von 15, 26, 32 und 38 Jahren in Dunedin/Neuseeland. Die Wissenschaftler stellten anhand von Querschnittsanalysen in allen Altersgruppen in beiden Kohorten fest, dass die aerobe Fitness positiv mit der 1-Sekunden-Kapazität (FEV1) und der forcierten Vitalkapazität (FVC) assoziiert war.

Dieser beobachtete Zusammenhang war, wie die Studienautoren berichten, unabhängig von Körpergröße und -gewicht, Geschlecht, Asthma und Nikotinkonsum. Jede Standardabweichungs-Differenz in Bezug auf die Fitness war mit 2–3 % höheren vorhergesagten Werten für die FEV1 und die FVC assoziiert.

Verbesserungen hinsichtlich der Fitness während der Kindheit und Jugend standen in Längsschnittanalysen mit dem Wachstum des Lungenvolumens in Zusammenhang. Diese Assoziationen waren bei Männern tendenziell stärker als bei Frauen. Kein langfristiger Zusammenhang wurde festgestellt, nachdem die maximale Lungenfunktion im Erwachsenenalter erreicht war. Zudem war die Fitness nicht signifikant mit den FEV1/FVC-Ratios assoziiert.

Quelle
Hancox RJ, Rasmussen F. Eur Respir J 2018;51(2).pii: 1701374. 
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