Universitätsmedizin Halle erhält Stiftungsprofessur für „Onkologische Pflegepraxis“4. Februar 2026 Bild: ©Fatma (generiert mit KI)-stock.adobe.com Wenn Krebstherapien komplexer werden, steigt auch der Anspruch an die Pflege. Um dieser Entwicklung zu begegnen, fördert die Deutsche Krebshilfe eine Stiftungsprofessur für „Onkologische Pflegepraxis“ an der Universitätsmedizin Halle mit 1,5 Mio. Euro. Ziel ist es, die onkologische Fachpflege in den Bereichen Versorgung, Forschung und Lehre besser auf die besonderen Anforderungen von Krebspatienten vorzubereiten. Die Stiftungsprofessur wird am Krukenberg Krebszentrum, einem zertifizierten onkologischen Zentrum der Universitätsmedizin Halle, angegliedert. Dadurch ergibt sich ein besonders enger Kontakt zur Krankenversorgung. Unter Leitung der Professur entsteht eine neue Arbeitsgruppe, die Angebote der supportiven Pflege in der Onkologie ausbauen und weiterentwickeln soll. Solche Angebote helfen dabei, Nebenwirkungen von Krebstherapien zu lindern und die Lebensqualität sowie die psychische Stabilität der Patienten zu verbessern. Um die Forschung näher an die klinische Praxis zu rücken, ist ein Programm für „Clinical Nurse Scientists“ vorgesehen. Darin erhalten studierte Pflegefachpersonen die Möglichkeit, sich parallel zu ihrer Arbeit in der Praxis wissenschaftlichen Fragestellungen zur onkologischen Pflege zu widmen. Erweitertes Studienangebot geplant Ein weiterer zentraler Bestandteil der Stiftungsprofessur ist die Entwicklung eines maßgeschneiderten Studienangebots. Aufbauend auf dem in Halle bereits etablierten Masterstudiengang „Gesundheits- und Pflegewissenschaften“ ist eine Spezialisierung im Bereich der onkologischen Pflege vorgesehen. Dabei sollen Elemente der Fachweiterbildung „Pflege in der Onkologie“ mit wissenschaftlichen Methoden verbunden werden, um evidenzbasiertes und reflektiertes Handeln in der Praxis zu fördern. Neben Halle erhält nur noch die Universität Freiburg eine entsprechende Förderung für diesen bisher einzigartigen Lehrstuhl. Die Konzeption des neuen Studienangebots erfolgt in Zusammenarbeit beider Stiftungsprofessuren. Reaktion auf Nachholbedarf „Die Deutsche Krebshilfe reagiert auf einen bestehenden Nachholbedarf in der Lehre und Forschung zur onkologischen Pflege. Dass wir uns im Wettbewerb um diese einzigartige Stiftungsprofessur, die sonst nur an der Universität Freiburg eingerichtet wird, durchgesetzt haben, verdeutlicht die sehr guten Voraussetzungen in Halle, Forschung, Lehre und Pflegepraxis in der Onkologie nahtlos zu verbinden. Mein Dank gilt allen Beteiligten der Universitätsmedizin Halle aus der Forschung, den Kliniken und der Pflegedirektion, die an der Vorbereitung dieser Stiftungsprofessur mitgewirkt haben“, erklärt Prof. Heike Kielstein, Dekanin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die Förderung durch die Deutsche Krebshilfe ist auf fünf Jahre angelegt und dient dem nachhaltigen Aufbau entsprechender Strukturen in der onkologischen Pflege.
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