STIKO empfiehlt Meningokokken-B-Impfung für alle Säuglinge ab zwei Monaten22. Januar 2024 Die MenB-Impfung zum Schutz vor invasiven Meningokokken-B-Erkrankungen ist jetzt Bestandteil des Impfkalenders für Säuglinge. (Foto: © geargodz – stock.adobe.com) Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt, alle Säuglinge ab dem Alter von zwei Monaten gegen Meningokokken der Serogruppe B (MenB) mit dem Impfstoff 4CMenB zu impfen. Insgesamt treten invasive Erkrankungen durch Meningokokken der Serogruppe B (MenB) zwar sehr selten auf, allerdings sei der Krankheitsverlauf sehr schwerwiegend, erklärte die Kommission. Die meisten Fälle manifestieren sich bei Säuglingen und Kleinkindern unter fünf Jahren, wobei das Risiko für eine invasive MenB-Erkrankung im ersten Lebensjahr am höchsten ist. Deshalb empfiehlt die STIKO den frühzeitigen Beginn der Impfserie. Säuglinge sollen drei Impfstoffdosen nach dem 2+1-Schema im Alter von zwei, vier und zwölf Monaten erhalten. Nachholimpfungen gegen MenB werden bei Kleinkindern bis zum fünften Geburtstag empfohlen. Um Säuglinge frühzeitig zu schützen, soll die MenB-Impfung möglichst an einem Termin zusammen mit den anderen von der Impfkommission für diesen Zeitpunkt empfohlenen Impfungen erfolgen. Die gleichzeitige Gabe der verschiedenen Impfungen sei sicher und beeinträchtige nicht die Wirksamkeit der einzelnen Impfstoffe, heißt es in einer Pressemitteilung der STIKO. Bei der Koadministration der Impfstoffe könnten Impfreaktionen wie Fieber oder Schmerzen an der Einstichstelle jedoch stärker ausgeprägt sein. Insbesondere der Impfstoff Bexsero® sei sehr reaktogen – Fieber trete nach der Impfung häufig auf, erklärte die STIKO. Daher werde Kindern unter zwei Jahren zur Vermeidung von Fieber nach der MenB-Impfung eine prophylaktische Paracetamol-Gabe empfohlen. Die Paracetamol-Prophylaxe soll zeitgleich mit der Impfung oder kurz danach begonnen werden und unabhängig von der möglichen Fieberreaktion über 24 Stunden weitergeführt werden. Die Paracetamol-Prophylaxe schwäche die Immunantwort der verabreichten Impfungen nicht, so die Kommission.
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