Störungen des Sozialverhaltens: S3-Leitlinie wurde weiterentwickelt

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Das Innovationsfonds-Projekt SSV-Update hat die S3-Leitlinie „Störungen des Sozialverhaltens“ aktualisiert und weiterentwickelt. Ziel ist es, evidenz- und konsensbasierte Standards für die Prävention, Diagnostik und Behandlung bei Kindern und Jugendlichen mit entsprechenden Bedarfen zu etablieren.

Störungen des Sozialverhaltens zählen zu den häufigsten Vorstellungsgründen
in kinder- und jugendpsychiatrischen sowie kinder- und jugendpsychotherapeutischen
Einrichtungen. Aber nicht alle Kinder und Jugendlichen, die eine solche psychische Störung oder ein erhöhtes Risiko dafür haben, erhalten bislang die optimale Behandlung. Dem soll die weiterentwickelte Leitlinie entgegenwirken, die sich ausdrücklich nicht nur an Fachkräfte des Gesundheitssystems richtet. Für die Kooperation mit weiteren zentralen Versorgungssystemen, wie beispielsweise die Kinder- und Jugendhilfe, gebe es nun ebenfalls Empfehlungen, wie der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) berichtet.

Der Innovationsausschuss beim G-BA, der das Projekt gefördert hat, übermittelt die weiterentwickelte S3-Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF). Verbunden damit ist die Bitte, sie im AWMF-Leitlinienregister zu veröffentlichen. Zudem stehen evidenzbasierte Informationsbroschüren für verschiedene Zielgruppen zur Verfügung: für Kinder ab sechs Jahren, Jugendliche ab zwölf Jahren, deren Eltern bzw. primäre Bezugspersonen sowie für Fachkräfte aus dem Bildungs-, dem Justizsystem sowie der Kinder- und Jugendhilfe.