Studie belegt Nutzen eines speziellen Versorgungspaketes zum periopertiven Schmerzmanagement in der Klinik13. Dezember 2023 Foto: Drazen – stock.adobe.com Die Einführung des Paketes durch das Pflegepersonal an zehn serbischen Krankenhäusern führte zu einer signifikanten Reduktion von Schmerzen und schmerzbezogenen Ergebnissen bei den operierten Patienten. Das berichten Schmerzmediziner aus Serbien, Deutschland und der Schweiz. Das Versorgungspaket bestand aus vier Elementen: 1. eine volle Tagesdosis von ein bis zwei Nichtopioid-Analgetika (z. B. Paracetamol und/oder nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente), 2. Mehr als eine Art von Lokal-/Regionalanästhesie, 3. Schmerzbeurteilung durch das Personal und 4. Bereitstellung von Patienteninformationen über das Schmerzmanagement. Das Pflegepersonal erhob die Daten operierter Patienten zu Beginn der Studie sowie nach Einführung des Versorgungspaketes über die Instrumente des perioperativen Schmerzregisters PAIN-OUT, welche zur Überprüfung schmerzbezogener patientenberichteter Ergebnisse (PROs) und zur Erfassung von Informationen über das perioperative Schmerzmanagement während der ersten 24 h nach einer Operation herangezogen werden. Der primäre Endpunkt war ein multidimensionaler zusammengesetzter Schmerzscore (PCS), der die Schmerzintensität, die Interferenz und die Begleiterscheinungen bewertete. Diesen verglichen die Studienautoren zwischen Patienten, die mit dem vollständigen Bündel versorgt wurden, und jenen, die dieses nicht erhalten hatten. Im Ergebnis war die Implementierung des Gesamtpakets mit einer signifikanten Verringerung des PCS verbunden (p<0,001; kleine bis mittlere Effektstärke [ES]). Bei der unabhängigen Bewertung der einzelnen Behandlungselemente waren die Nichtopioid-Analgetika mit einem höheren PCS assoziiert (d. h. schlechteres Ergebnis und vernachlässigbare ES), während die anderen Elemente mit einem niedrigeren PCS assoziiert waren (alle vernachlässigbar kleine ES). Einzelne PROs waren bei Patienten, die mit dem vollständigen Bündel versorgt worden waren, durchweg besser als bei Patienten mit null bis drei Elementen. Die Forscher konnten keine Verbindung zwischen dem PCS und der chirurgischen Disziplin feststellen. (ah)
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