Studie: Einfühlsame Ärzte sind die besseren Ärzte11. September 2017 Foto: © auremar – fotolia.com Wenn Ärzte ihren Patienten einfühlsam begegnen, wirkt sich das unmittelbar auf die Gesundheit der Behandelten aus. Frauen wirken empathischer als ihre männlichen Kollegen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern aus Coburg, München, Oxford und Vilnius. Wenn Patienten sich verstanden fühlen, haben sie weniger Schmerzen und Angst, sind zufriedener mit der Behandlung und nehmen ihre Medikamente zuverlässiger ein. Um herauszufinden, ob Mediziner, Therapeuten aber auch Pflegepersonal ein entsprechendes Fingerspitzengefühl beweisen, haben die Forscher Patientenbewertungen aus 64 unterschiedlichen Studien analysiert. Ärzte werden vor allem dann als einfühlend wahrgenommen, wenn sie die Sicht des Patienten verstehen, Verständnis äußern und bei ihrer ärztlichen Empfehlung die Bedürfnisse der Patienten berücksichtigen. Ein wichtiges Kriterium ist hier das Gespräch zwischen Arzt und Patient. Je länger es dauert, umso mehr fühlen sich Patienten verstanden. Generell scheinen weibliche Therapeuten oder Pfleger einfühlsamer zu wirken als männliche. In einigen Fällen scheint Ärzten jedoch das Einfühlvermögen zu fehlen und im Laufe ihrer beruflichen Praxis abzunehmen, stellen die Wissenschaftler fest. Das liege auch an der zusätzlichen Belastung durch bürokratische Arbeiten. Ein Viertel ihrer Arbeitszeit müssen Therapeuten für Schreibtätigkeiten und Protokolle verwenden. Da bleibe der persönliche Kontakt zu den Patienten auf der Strecke. Unterschiede gibt es übrigens auch zwischen den Ländern, in denen die Mediziner praktizieren. Am emphatischsten werden Ärzte in Australien, den USA und Großbritannien bewertet. Deutschland liegt im Mittelfeld.
Mehr erfahren zu: "Massive Kritik an Warkens Sparplänen" Massive Kritik an Warkens Sparplänen Nach der Vorstellung des Sparpaketes zu den Krankenkassenbeiträgen hagelt es Mahnungen und Kritik. Aus den Parteien kommen Vorwürfe der Unausgewogenheit. Die Leistungsanbieter fürchten den Abriss des Gesundheitssystems.
Mehr erfahren zu: "Warkens Milliarden-Sparplan" Warkens Milliarden-Sparplan Die Ausgaben der Krankenkassen sollen sinken, damit die Beiträge nicht weiter steigen. Nun legt die Ministerin konkrete Punkte für ihren Milliarden-Sparplan vor. Neben den Gesundheitsanbietern betreffen sie auch die Versicherten.
Mehr erfahren zu: "Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung im Klinikalltag" Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung im Klinikalltag Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung sind ein relevantes Problem im Klinikalltag. Das zeigt eine bundesweite Mitgliederbefragung des Marburger Bundes, die Häufigkeit, Formen und Auswirkungen im ärztlichen Arbeitsalltag dokumentiert.