Studie liefert Übersicht zu möglichen geburtshilflichen Komplikationen bei Endometriose

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Russische und italienische Forscher haben in einer Literaturdurchsicht die verschiedenen Outcomes einer Schwangerschaft bei Endometriose-Patientinnen zusammengetragen und in einer Publikation zusammengefasst. Damit wollen sie Gynäkologen auf mögliche Komplikationen hinweisen, die im Verlauf typischerweise auftreten könnten.

“Frühere Studien haben sich mit biologischen Faktoren beschäftigt, die Einfluss auf die Schwangerschaft haben könnten. Wir wissen, dass Endometriose-Patientinnen Fehlgeburte, Frühgeburte oder andere Komplikationen aufgrund immunologische und endokrinologische Störungen im Endometrium erleiden können”, erläutert Dr. Anna V. Borisova, RUDN Universität, Moskau, Russland, den Anlass für die Studie. “Doch welche geburtshilfliche Komplikationen auftreten könnten, ist bislang nicht gut untersucht.”

Das Team um Borisova wertete die Ergebnisse früherer Studien aus und beschäftigten sich mit den folgenden Komplikationen: Frühgeburt, hypertensive Komplikationen während der Schwangerschaft, Plazenta-Anomalien, Risiko für Kaiserschnitt, Untergewicht des Fetus und Totgeburt. Basierend auf ihren Befunden empfehlen die Forscher mehrere Lösungsmöglichkeiten, um die Schwangerschafts-Prognose zu verbessern.

Als Beispiel: Traten Adhäsionen auf, sollte ihrer Meinung nach die Laparoskopie als Haupt-Eingriff durchgeführt werden. Frauen mit fortgeschrittener Endometriose wurde empfohlen, sich einer Hormontherapie zu unterziehen.

Gleichzeitig zeigte sich das Team mit der aktuellen Datenlage unzufrieden: “Die Ergebnisse der Publikationen waren uneinheitlich: einige berücksichtigten hormonelle Therapien, andere zeigten methodologische Schwächen”, monierte Dr. Romeo Konnon, ebenfalls von der RUDN Universität und Koautor der Studie. “Dennoch haben wir ein relativ klares Bild zu möglichen Komplikationen bei Schwangeren mit Endometriose etablieren, Kausalzusammenhänge finden und weitere Probleme aufdecken können.”