Studie zeigt Zusammenhänge zwischen Trinkwasserqualität und vermehrten Lungeninfektionen unter Mukoviszidosepatienten28. August 2023 Vergrößerte Ansicht einer Petrischale mit kultivierten Kolonien des Bakteriums Mycobacterium avium. Dem Bild wurden Farbeffekte hinzugefügt. (Foto: © CDC; visuelle Effekte: NIAID) Laut einer neuen US-Studie kann eine hohe Konzentration bestimmter Mineralien und Metalle im Trinkwasser bei Mukoviszidosepatienten das Risiko von Lungeninfektionen durch nichttuberkulöse Mykobakterien (NTM) erhöhen. Die in der Zeitschrift „Environmental Epidemiology“ publizierte Studie ergab, dass das Vorhandensein der Metalle Molybdän und Vanadium zusammen mit Sulfat im untersuchten kommunalen Wassersystem mit einem erhöhten Auftreten von NTM-Lungeninfektionen assoziiert ist. Frühere Studien hatten gezeigt, dass bestimmte Umweltbedingungen, darunter das Vorkommen von Spurenmetallen, wahrscheinlich zu einer höheren Häufigkeit von NTM im Wasser beitragen. Zwei der häufigsten Formen von NTM-Bakterien in den USA sind Mycobacterium avium complex (MAC) und M. abscessus. Beide werden mit chronischen Lungeninfektionen bei Patienten mit Mukoviszidose und anderen Lungenerkrankungen in Verbindung gebracht. In der gerade veröffentlichten Studie untersuchten deren Autoren, ob die Konzentration von Metallen und Mineralien im Wasser einen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer MAC- und M.-abscessus-Infektion bei Menschen mit Mukoviszidose hat. Die bevölkerungsbasierte Fall-Kontroll-Studie umfasste Patientenregisterdaten der Cystic Fibrosis Foundation zu 3897 Patienten mit Mukoviszidose, die in solchen US-Bundesstaaten lebten, in denen für mindestens 50 Prozent der Landkreise Daten zu Spurenmetallen im Wasser verfügbar waren: Arizona, Kalifornien, Colorado, Connecticut, Maine, Massachusetts, Nevada, New Mexico, Rhode Island, Utah und Wyoming. Die Studie ergab, dass 484 Personen an Infektionen mit MAC und 222 an solchen mit M. abscessus litten. Das Vorkommen von Sulfat und Vanadium war positiv mit MAC assoziiert, und das Vorhandensein von Molybdän stand in einem positiven Zusammenhang mit M. abscessus. Laut den Forschenden gibt ihre Untersuchung Aufschluss darüber, wie Faktoren der Wasserqualität möglicherweise das Risiko für bakterienbedingte Lungeninfektionen erhöhen. Es seien aber weitere Studien erforderlich, um einen kausalen Zusammenhang zwischen diesen Erkrankungen zu ermitteln.
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