Südkorea: Standards für Produkte mit UV-Filter entwickelt

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Das Korea Research Institute of Standards and Science (KRISS) hat eine Technologie zur Sicherheitsbewertung von Nanopartikeln entwickelt, die in Kosmetika mit UV-Filtern verwendet werden.

Die gemeinsam von der KRISS Nanobiometry Group und dem U.S. National Institute of Standards and Technology (NIST) entwickelte Methode des akuten Nanopartikel-Phototoxizitätstests wurde als internationaler Standard für Nanotechnologie (ISO 4962) angenommen. Mit der Einführung einer internationalen Norm sollen Verbraucher in der Lage sein, sicherere Kosmetika zu verwenden.

Kosmetika mit UV-Filtern enthalten Nanopartikel wie Zinkoxid (ZnO), Titandioxid (TiO2) und Siliziumdioxid (SiO2). Zinkoxid und Titandioxid blockieren UV-Strahlen, und Siliziumdioxid verbessert die Textur von Kosmetika.

Diese Nanopartikel erzeugen jedoch reaktive Sauerstoffspezies (ROS), wenn sie mit ultravioletten Strahlen reagieren. ROS greifen lebendes Gewebe an. Um die negativen Auswirkungen von Kosmetika auf die Haut zu minimieren, muss daher die Phototoxizität, die bei der Reaktion von Nanopartikeln mit UV-Strahlen entsteht, vor der Vermarktung genau gemessen und verbessert werden.

Das Problem ist, dass es bis heute keine standardisierte Testmethode zur Messung der Phototoxizität von Nanopartikeln gibt. Es gibt eine von der OECD vorgeschlagene Testmethode (OECD 432). Diese ist jedoch für vollständig lösliche Chemikalien und lässt sich nur schwer auf unlösliche Nanopartikel anwenden.

Die von einem gemeinsamen Forschungsteam von KRISS und NIST entwickelte und als internationale Norm anerkannte Prüfmethode ISO 4962 ist eine standardisierte Testmethode zur Messung der Phototoxizität von Nanopartikeln in Abhängigkeit von der UV-Belastung. Bei dieser Methode werden kultivierte Hautzellen direkt den Nanopartikeln ausgesetzt. Anschließend wird die Lebensfähigkeit der Hautzellen durch Bestrahlung mit UV-Strahlen in 10-minütigen Abständen gemessen.

Mit der Etablierung dieser Testmethode dürfte sich die Sicherheit von Kosmetika mit UV-Filtern erhöhen. Hersteller können die Phototoxizität und die Nebenwirkungen der entwickelten Produkte durch Vorabtests verbessern, Prüfinstitute können die Gefahren der vermarkteten Kosmetika für den menschlichen Körper wirksam kontrollieren.

Da die Sicherheitsvorschriften auf den globalen Kosmetikmärkten wie den USA und China allmählich verschärft werden, wird erwartet, dass diese neue Prüfmethode den koreanischen Kosmetikunternehmen als Leitfaden dienen wird, um eine den internationalen Standards entsprechende Sicherheit zu gewährleisten.