Symposium: 20 Jahre Verkehrsunfallforschung am Universitätsklinikum Regensburg

Das Symposium „20 Jahre AARU Verkehrsunfallforschung am UKR“ widmet den Themen Unfallforschung, Rettung bei Verkehrsunfällen und Unfallprävention. (© UKR / Domenika Golka)

Das Symposium „20 Jahre AARU Verkehrsunfallforschung am UKR“ widmet sich am 24. November von 9:00 bis 15:30 Uhr im Universitätsklinikum Regensburg (UKR) den Themen Unfallforschung, Rettung bei Verkehrsunfällen und Unfallprävention.

Anlass des Symposiums ist die 20-jährige Kooperation zwischen der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie des UKR mit der AUDI AG in der Audi Accident Research Unit (AARU). Die AARU wurde 1998 mit dem Ziel gegründet, durch wissenschaftliche Erkenntnisse die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Heilungschancen von Unfallopfern zu verbessern. In diesem interdisziplinären Projekt zur Verkehrsunfallforschung kooperieren Mediziner, Psychologen und Ingenieure, um aus dem Unfallgeschehen zu lernen.

Laut UKR zeigt das Symposium aktuelle Erkenntnisse der Unfallforschung auf, widmet sich den Sicherheitsaspekten der modernen und zukünftigen Automobiltechnik und thematisiert die aktuellen Entwicklungen in der Rettung und Behandlung von Unfallopfern. Im Fokus stehen auch die bisherigen Beiträge der AARU zur aktiven und passiven Sicherheitstechnik moderner Fahrzeuge. Referieren werden namhafte Experten aus Unfallchirurgie, Notfallmedizin, Fahrzeugentwicklung und Psychologie. Den Gastvortrag „Glück im Unglück: Minderung des Impacts auf den Fahrer bei Rennunfällen“ hält Audi-DTM-Rennfahrer Mike Rockenfeller.

Aus der Praxis Lernen: Sessions mit Live-Demonstration
Die erste Session präsentiert die bisherigen Forschungsleistungen der AARU, thematisiert aktuelle Forschungsprojekte und zeigt die Forschungsziele der Zukunft auf. Neueste Entwicklungen bei Rettungsmechanismen und der medizinischen Versorgung von Verkehrsunfallopfern sind die Schwerpunkte der zweiten Session, u.a. mit einem Vortrag von DTM-Rennfahrer Mike Rockenfeller und der Live-Demonstration einer Rettung aus einem gecrashten Audi A6. Dabei zeigt die Freiwillige Feuerwehr Pentling, wie verformte Fahrzeugkarosserien auseinandergezogen werden, um eingeklemmte Unfallopfer möglichst schnell und schonend aus dem Wrack zu befreien. Die dritte Session widmet sich der Unfallprävention durch moderne Automobiltechnik und Aufklärungsprogramme. Auch die Herausforderung der Rettung von Insassen aus E-Fahrzeugen wird thematisiert.

Symposium bildet Status Quo der Unfallforschung ab
Die AARU hat in den vergangenen 20 Jahren entscheidend zur Fahrzeugsicherheit beigetragen, erklärt das UKR. So habe beispielsweise die Arbeit der AARU gezeigt, dass Fahrerassistenzsysteme dabei helfen können, Unfälle zu vermeiden. Die AARU habe zudem viele Impulse für die Entwicklung und Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen gegeben. So sei in der AARU auch die 5-Step-Methode entwickelt worden: Dieses Klassifikationssystem für die detaillierte Kategorisierung von Unfallursachen ermöglicht ein besseres Verständnis der Unfallentstehung und bietet somit einen Ansatzpunkt für die Vermeidung von Unfällen.

Die Erkenntnisse der AARU zu Verletzungsmechanismen fließen sowohl in die Ausbildung von Medizinern als auch in die tägliche Praxis in der Klinik ein, was die Versorgungsqualität von Verunfallten kontinuierlich steigert. „Die Gründung der AARU vor 20 Jahren war ein Meilenstein für die medizinische und psychologische Erforschung von Verkehrsunfällen. Wir leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Fahrzeugsicherheit bei gleichzeitiger Optimierung von Behandlung und Lehre. In unserem Symposium informieren wir über Status Quo und zukünftige Tendenzen in der Verkehrsunfallforschung und feiern 20 Jahre AARU“, lädt Prof. Michael Nerlich, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie des UKR, ein.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, um verbindliche Anmeldung wird bis zum 18. November 2018 gebeten. Die Anmeldung ist an das AARU Büro Regensburg (Telefon 0941 943-1789, E-Mail [email protected]) zu richten.