Synchron metastasiertes hormonsensitives Prostatakarzinom: Vorteile durch lokale Strahlentherapie7. April 2025 Symbolbild: My Ocean studio – stock.adobe.com Eine lokale Strahlentherapie der Prostata zusätzlich zur Androgendeprivationstherapie (ADT) verlängert bei Patienten mit synchron metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom (HSPC) signifikant das lokal ereignisfreie Überleben und reduziert lokale Interventionen. Das zeigen Daten aus der niederländischen HORRAD-Studie. Die HORRAD-Studie ist eine multizentrische, randomisierte, kontrollierte Studie, an der ursprünglich 432 Patienten mit synchron metastasiertem HSPC teilnahmen, die zwischen 2004 und 2014 diagnostiziert wurden. Die Patienten erhielten eine ADT mit oder ohne gleichzeitige Strahlentherapie der Prostata. In einer ersten Analyse ließ sich ein Überlebensvorteil für Patienten mit niedrigvolumigem synchron metastasierten HSPC nachweisen, wenn zusätzlich zur ADT eine lokale Strahlentherapie der Prostata durchgeführt wurde. In einer zweiten, aktualisierten Analyse wurden 328 Patienten retrospektiv auf lokale und nichtlokale PCa-assoziierte Ereignisse und Behandlungen untersucht. Die Ergebnismessungen umfassten die Inzidenz und Behandlung lokaler und nichtlokaler Ereignisse; darunter fielen Blasenausgangs- oder Harnleiterobstruktion, Katheterisierung, chirurgische Eingriffe sowie die Anwendung von Ureterstents und Nephrostomiekanülen bzw. Bluttransfusionen, Krankenhausaufenthalte und die Behandlung schmerzhafter Knochenmetastasen. Die Studienautoren um Liselotte M. S. Boevé vom OLVG-Krankenhaus in Amsterdam beobachteten einen signifikanten Unterschied in der Inzidenz lokaler Ereignisse: 30 Ereignisse in der Strahlentherapiegruppe vs. 50 in der Gruppe ohne Strahlentherapie (p=0,04). Die Zeit bis zum Auftreten lokaler Interventionen war in der Strahlentherapiegruppe signifikant länger (HR 0,61; 95 %-KI 0,37–0,99; p=0,04). (ms)
Mehr erfahren zu: "Kasse: Krankheitsausfälle im Job auch 2025 auf hohem Niveau" Kasse: Krankheitsausfälle im Job auch 2025 auf hohem Niveau Erkältungen, psychische Probleme, Rückenschmerzen: Fehlzeiten von Beschäftigten wegen Krankheit halten sich hartnäckig, wie neue Daten zeigen. Politiker stellen Regelungen wie die telefonische Krankschreibung infrage. Auch neue Modelle werden diktutiert.
Mehr erfahren zu: "Merz kritisiert hohen Krankenstand – Liegt es an telefonischer Krankschreibung?" Merz kritisiert hohen Krankenstand – Liegt es an telefonischer Krankschreibung? Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat angesichts aktueller Zahlen zu viele Fehltage wegen Krankheit kritisiert. Seine Partei stellt insbesondere die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung, die während der Corona-Pandemie eingeführt wurde, infrage.
Mehr erfahren zu: "Reproduktionsimmunologie: Jenaer Professor DGRM-Vorsitz" Reproduktionsimmunologie: Jenaer Professor DGRM-Vorsitz Mit Beginn dieses Jahres hat Prof. Udo Markert den Vorsitz der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (DGRM) übernommen. Das hat das Universitätsklinikum Jena mitgeteilt.