„Tagesspiegel“ zählt Thomas Hildebrandt zu den 100 wichtigsten Köpfen der Berliner Wissenschaft15. Oktober 2026 Prof. Thomas Hildebrandt bei der Abschlussveranstaltung der Tagesspiegel-Serie Foto: © Steven Seet/Leibniz-IZW Tierarzt Prof. Thomas B. Hildebrandt, Leiter der Abteilung für Reproduktionsmanagement am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW), gehört zu den „100 wichtigsten Köpfen der Berliner Wissenschaft 2026“. Der Tagesspiegel stellte ihn am 8. Oktober 2026 in einem Porträt seiner Reihe über Forschende vor, die sich den Herausforderungen der Umweltkrise widmen. Das Porträt würdigt die Arbeit des Leibniz-IZW-Forschers für den Schutz bedrohter Arten – darunter das Nördliche Breitmaulnashorn. Schutz hochbedrohter Tierarten im Fokus Im Mittelpunkt des Porträts steht Hildebrandts Arbeit an neuen Wegen zum Schutz hochbedrohter Tierarten. Er leitet das internationale BioRescue-Konsortium, das fortschrittliche Methoden der Fortpflanzungsmedizin und stammzellbasierte Ansätze für die Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns erforscht. Von dieser Unterart leben nur noch zwei Weibchen, die keine Nachkommen mehr bekommen können. Das Team erzeugt Embryonen im Labor und überträgt sie auf Leihmütter des Südlichen Breitmaulnashorns. Hildebrandt würdigt Forschungsarbeit als Teamleistung Beim Abschlussevent der Tagesspiegel-Serie am 14. Oktober sagte Hildebrandt: „Ich danke der Tagesspiegel-Redaktion herzlich für diese Anerkennung. BioRescue wird teilweise durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert. Diese Unterstützung ist wichtig, um Forschung an einem so anspruchsvollen Artenschutzprojekt voranzubringen. Die bisherigen Fortschritte wären ohne die Expertise und das Engagement vieler Beteiligter nicht möglich gewesen. Sie sind eine Teamleistung – über Länder und Institutionen hinweg.“Auch Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert, Direktorin des Leibniz-IZW, äußerte sich erfreut: „Die Auswahl von Thomas Hildebrandt erfüllt uns mit großem Stolz. Sie steht beispielhaft für die wissenschaftliche Exzellenz und Leistungsfähigkeit der Forschenden am Leibniz-IZW. Unsere Teams verbinden innovative Forschung mit internationaler Zusammenarbeit und großem Einsatz für den Erhalt der biologischen Vielfalt.“„Ich möchte besonders die Zusammenarbeit zwischen Kenia und unseren internationalen wissenschaftlichen Partnern hervorheben“, erklärt Prof. Erustus Kanga PHD, CBS, EBS, Generaldirektor vom Kenya Wildife Service (KWS). „Die Expertise von BioRescue, dem Zoo Dvůr Králové, den Avantea Laboratories, dem Leibniz-Institut, der Universität Padua, dem Max-Delbrück-Centrum, der Universität Kyushu und vielen weiteren Partnern zeigt: Artenschutz ist dann erfolgreich, wenn Wissen, Innovation und Partnerschaften für ein gemeinsames Ziel zusammenwirken.“Hildebrandt ist Professor für Wildtier-Reproduktionsmedizin an der Freien Universität Berlin. Er zählt zu den Pionieren der assistierten Fortpflanzung bei großen Säugetieren. Seine Forschung umfasst unter anderem Nashörner, Elefanten, Großkatzen und Pandas.„Die 100 Köpfe der Berliner Wissenschaft“ ist eine zehnteilige Tagesspiegel-Serie. Die Redaktion stellt darin Persönlichkeiten vor, die sich durch herausragende Forschungsleistungen, gute Lehre, gesellschaftliches Engagement oder ihren Beitrag zu öffentlichen Debatten auszeichnen. Über das Leibniz-IZW Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) erforscht die Anpassungsfähigkeit von Wildtieren und trägt mit seiner Forschung zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei. Es gehört zum Forschungsverbund Berlin e. V. und ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.
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