Teilhabe am Arbeitsmarkt verbessern3. Juli 2018 Klaus Hahn, DBSV-Präsident, Renate Reymann, ehemalige Präsidentin des DBSV, und Vizepräsident Hans-Werner Lange (v.l.). Foto: © DBSV/Ziebe Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat eine Anhebung der Ausgleichsabgabe für Betriebe gefordert, die ihrer Beschäftigungspflicht gegenüber schwerbehinderten Menschen nicht oder nur unzureichend nachkommen. Des Weiteren hat der Verband seine Führungsspitze neu gewählt. Der Verbandstag des DBSV hat das Führungsteam für die nächsten vier Jahre bestimmt. Präsidentin Renate Reymann war nach zwölf erfolgreichen Jahren an der Spitze des Verbandes nicht erneut angetreten. In der ersten Abstimmung wurde Klaus Hahn (Münster) zum neuen Präsidenten des DBSV gewählt. Er gehört seit zwölf Jahren dem DBSV-Präsidium an. Hans-Werner Lange (Hannover) wurde im Amt des Vizepräsidenten bestätigt. „Das Duo an der Spitze des DBSV geht mit großen Stimmenmehrheiten in die neue Legislaturperiode“, teilte der Verband mit. Die weiteren sieben Präsidiumsmitglieder sind Peter Brass (Berlin), Jette Förster (Hannover), Silvia Hame (St. Wendel), Prof. Thomas Kahlisch (Leipzig), Dr. Thomas Krämer (Berlin – Mitglied im Vorstand BBSB), Bernd Peters (Magdeburg) und Winfried Specht (Stuttgart). Vor den Wahlen hatte Reymann noch in ihrer Funktion als Präsidentin des DBSV eine spürbar erhöhte Ausgleichsabgabe für Betriebe gefordert, die ihrer Beschäftigungspflicht gegenüber schwerbehinderten Menschen gar nicht oder in unzureichendem Maße nachkommen. Die Reform der Ausgleichsabgabe ist Teil eines DBSV-Maßnahmenpakets, das die Teilhabe-Chancen blinder und stark sehbehinderter Menschen am ersten Arbeitsmarkt verbessern soll. Die zugehörige Resolution übergab Reymann während des Verbandstages an Bundessozialminister Hubertus Heil. In einem behindertenpolitischen Statement hatte Heil unter anderem über das Bundesprogramm „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“ informiert. Auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft, so der Bundessozialminister, gebe es zwar bereits viele Fortschritte, doch seien immer noch nicht alle Barrieren beiseite geräumt – weder im Alltag, noch in den Köpfen. Heil: „Diese Barrieren wollen wir gemeinsam einreißen – auch gemeinsam mit dem DBSV.“ DBSV-Resolution: Der Wortlaut der Resolution „Arbeitswelt im Umbruch – Forderungen des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes zur Sicherung und Förderung der beruflichen Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen“ ist nachzulesen unter: www.dbsv.org/resolution/vbt-2018-res-arbeit.html DBSV-Verbandstag: Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) gehört zu den größten Selbsthilfeorganisationen behinderter Menschen in Deutschland. Der Verbandstag ist das höchste Gremium des DBSV, tritt alle vier Jahre zusammen und legt die Leitlinien für die Arbeit des Verbandes fest. Quelle: DBSV
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