Teilnahme an Lungenkrebs-Screening: Gezielte Information ohne Unterschied9. Juli 2020 © auremar – stock.adobe.com (Symbolbild) Wie eine britische Arbeitsgruppe zum Hintergrund ihrer aktuellen Veröffentlichung schreibt, nehmen zu wenige Menschen ein Lungenkrebs-Screening mit niedrig dosierter CT (LDCT) in Anspruch. Dies treffe besonders auf Raucher aus schlechten sozioökonomischen Verhältnissen zu. Die Forscher untersuchten daher die Wirkung einer gezielten, barrierearmen und abgestuften Einladungsstrategie (Einladungsankündigung, Einladung, Erinnerung durch den Hausarzt) zu Lungengesundheits-Checks mit LDCT-Screening. Ausgewählt aus 16 Hausarztpraxen wurden 2012 Personen im Alter von 60–75 Jahren, die in den vorangegangenen 7 Jahren geraucht hatten und keine Kontraindikationen für ein LDCT-Screening aufwiesen. Sowohl der Interventions- als auch der Kontrollgruppe wurden Termine vorgeschlagen, die Einladung wurde ergänzt durch ein Flugblatt. Dieses sprach in der Interventionsgruppe psychologische Hindernisse an und lieferte leicht verständliche Informationen („TÜV für die Lunge“). Die Einladung nahmen 52,6% der Angesprochenen an (Interventionsgruppe: 52,3% vs. Kontrollen 52,9%). Aktuelle Raucher beteiligten sich weniger (adjustierte OR 0,70; 95%-KI 0,56–0,86) als ehemalige Raucher. Eine schlechte sozioökonomische Situation war nur in der Kontrollgruppe signifikant mit einer geringeren Reaktion auf die Einladung verbunden (p<0,01). Fazit Die Autoren schlussfolgern, dass die untersuchte Intervention keinen Unterschied machte – unabhängig vom Studienarm war die Reaktionsrate erheblich höher als in älteren klinischen Studien und Untersuchungen in einem realen Setting. (ac) Autoren: Quaife SL et al. Korrespondenz: Samuel M. Janes; [email protected] Studie: Lung Screen Uptake Trial (LSUT): Randomized Controlled Clinical Trial Testing Targeted Invitation Materials Quelle: Am J Respir Crit Care Med 2020;201(8):965–975. Web: https://doi.org/10.1164/rccm.201905-0946OC