Tele-Rehabilitation nach COVID-19-Hospitalisierung funktioniert30. August 2022 © contrastwerkstatt – stock.adobe.com (Symbolbild) In einer randomisierten, kontrollierten Parallelgruppenstudie hat eine chinesische Arbeitsgruppe untersucht, ob ein Tele-Rehabilitationsprogramm für COVID-19-Patienten (TERECO) in Bezug auf körperliche Leistungsfähigkeit, Muskelkraft der unteren Extremitäten (LMS), Lungenfunktion, gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQOL) und Dyspnoe besser ist als gar keine Rehabilitation. Die Forschenden hatten 120 ehemals hospitalisierte COVID-19-Überlebende mit verbleibenden Beschwerden im Sinne einer Dyspnoe nach Randomisierung einer Kontrollgruppe (n=61) bzw. einer TERECO-Gruppe (n=59) zugewiesen. Die TERECO-Intervention bestand aus einem unbeaufsichtigten 6-wöchigen Trainingsprogramm, dass die Probanden zuhause durchführten. Es beinhaltete Übungen zu Atemkontrolle und Thoraxexpansion, Aerobic und ein Training der LMS (Kniebeugen). Anweisungen für das Training wurden über ein Smartphone übermittelt und mit Herzfrequenz-Telemetrie fernüberwacht. Primärer Endpunkt war die Gehstrecke nach 6 Minuten (6MWD), sekundäre Endpunkte bestanden in der Kniebeugen-Zeit, der mittels Spirometrie beurteilten Lungenfunktion, der HRQOL gemessen mit dem Short Form Health Survey-12 (SF-12) und Score auf der modifizierten Medical Research Council Dyspnea Scale (mMRC-Dyspnoe). Die Outcomes wurden nach 6 Wochen (nach der Behandlung) und nach 28 Wochen (Follow-up) bewertet. Die adjustierte Differenz zwischen den Gruppen bezüglich der Veränderung der 6MWD betrug 65,45 m (95%-KI 43,8–87,1; p<0,001) nach der Behandlung und 68,62 m (95%-KI 46,39–90,85; p<0,001) bei der Nachuntersuchung. Die Behandlungseffekte für die LMS betrugen 20,12 sec (95%-KI 12,34–27,9; p<0,001) nach der Behandlung und 22,23 sec (95%-KI 14,24–30,21; p<0,001) bei der Nachuntersuchung. Die Wissenschaftler stellten keine Unterschiede zwischen den Gruppen bezüglich der Lungenfunktion fest, mit Ausnahme der maximalen freiwilligen Beatmung nach der Behandlung. Die Zunahme bei der physischen Komponente des SF-12 war in der TERECO-Gruppe stärker, wobei die Behandlungseffekte auf 3,79 (95%-KI 1,24–6,35; p=0,004) nach der Behandlung und 2,69 (95%-KI 0,06–5,32; p=0,045) beim Follow-up geschätzt wurden. Fazit Die Studie zeigte die Überlegenheit von TERECO gegenüber keiner Rehabilitation. Die Wissenschaftler kamen zu positiven Einschätzungen, zumindest in Bezug auf die 6MWD, die LMS und körperliche HRQOL. (ac) Autoren: Li J et al. Korrespondenz: Jan D. Reinhardt; [email protected] Studie: A telerehabilitation programme in post-discharge COVID-19 patients (TERECO): a randomised controlled trial Quelle: Thorax 2022;77(7):697–706. Web: https://doi.org/10.1136/thoraxjnl-2021-217382
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