Therapieregime bei Kopf-Hals-Krebs – ein Vergleich13. Juni 2018 Foto: © Tyler Olson – Fotolia.com Eine aktuelle Studie hat Therapieregime bei Kopf-Hals-Krebs verglichen und konnte eine verbesserte Überlebensrate bei Patienten, die mit Chirurgie plus postoperative Chemoradiotherapie behandelt wurden, zeigen. In einer aktuellen Studie haben Onkologen das Überleben bei Kopf-Hals-Krebs (pT1-2N1M0, entsprechend Stadium IIIA) nach den angewandten Therapieregimen evaluiert: Chirurgie, Chirurgie plus postoperative Radiotherapie (C+RT) oder Chirurgie plus postoperative Chemoradiotherapie (C+CRT). Die Autoren führten hierzu eine retrospektive Analyse von in der National Cancer Database aufgeführten Fällen der genannten Krebserkrankung durch. Die Datenbank wurde nach Patienten mit Plattenepithelkarzinomen der Mundhöhle, des Mundrachenraums, des Hypopharynx sowie des Kehlkopfes (negativer Randsaum, keine extrakapsuläre Ausdehnung) durchsucht, die zwischen 2004 und 2012 chirurgisch behandelt wurden. Zur Berechnung von Prädiktoren für das weitere postoperative Vorgehen wurde eine logistische Regressionsanalyse durchgeführt. Die allgemeine Überlebensrate wurde mittels Kaplan-Meier-Schätzer (Produkt-Limit-Schätzer) berechnet und anhand einer Cox-Regressions-Analyse wurden Kovariaten identifiziert, die das allgemeine Überleben beeinflussen. Die Recherche in der Datenbank erbrachte 1598 Patienten mit dem genannten Tumor: 566 (35,4 %) wurden ausschließlich chirurgisch behandelt, 726 (45,5 %) erhielten C+RT und 306 (19,1 %) C+CRT. Das allgemeine 5-Jahres-Überleben betrug 68,8 %, 74,0 % und 87,8 %. Eine multivariable logistische Regressionsanalyse führte zu dem Schluss, dass Universitätskliniken seltener C+RT (Chancenverhältnis = 0,71) oder C+CRT (Chancenverhältnis = 0,66) durchführten. Eine multivariable Cox-Regressionsanalyse ergab keinen signifikanten Unterschied hinsichtlich des Überlebens bei C+RT gegenüber alleiniger Chirurgie (Risikoquotient = 0,88; 95 %-Konfidenzintervall 0,70– 1,09); C+CRT zeigte jedoch einen Nutzen hinsichtlich des Überlebens (Risikoquotient = 0,57; 95 %-Konfidenzintervall 0,39–0,81). Das Fazit der Autoren: Annähernd 65 % der Patienten erhielten C+RT bzw. C+CRT; eine Verbesserung der Überlebensrate zeigte sich nur bei den Patienten, die mittels C+CRT behandelt wurden. (am)
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