Tierarzt fängt Hühner auf Autobahn ein

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Auch das gehört zu den Aufgaben eines Amtstierarztes: Nach einem Unfall auf der Autobahn laufen Hühner auf die Fahrbahn. Ein Tierarzt muss eingreifen – für einige Vögel kommt jedoch jede Hilfe zu spät. Der Veterinär muss sie noch vor Ort erlösen.

Ein Tiertransporter ist am Morgen auf der Autobahn 480 zwischen dem Gießener Nordkreuz und Reiskirchen verunglückt. Dieser hatte etwa 2.000 Hühner geladen, von denen einige zunächst auf der Fahrbahn herumliefen, wie die Polizei mitteilte. Es seien rund 200 Käfige heruntergefallen. Der entstandene Schaden beträgt ersten Schätzungen zufolge etwa 150.000 Euro. Nach etwa sechs Stunden konnte die Vollsperrung in Richtung Reiskirchen am frühen Nachmittag aufgehoben werden. Der Tiertransporter wurde abgeschleppt.

Der Fahrer des Tiertransporters war auf einen weiteren Lkw aufgefahren. Dabei habe sich der Mann leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Ursache des Unfalls ist noch unklar. 

Angewandter Tierschutz: Tierarzt erlöst schwerverletzte Tiere

Ziel des Transporters waren nach Angaben des Landkreises Gießen mehrere landwirtschaftliche Betriebe, zu denen die Tiere gebracht werden sollten. Etwa 50 Tiere flüchteten nach dem Unfall auf die Fahrbahn. Ein amtlicher Tierarzt an der Unfallstelle fing die freilaufenden Tiere ein. Etwa 60 Hühner waren so schwer verletzt, dass der Tierarzt sie töten musste. Er leistete damit unmittelbar vor Ort einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz. Die übrigen Tiere wurden unter tierärztlicher Aufsicht auf einen anderen Transporter verladen.