Tinea pedis: Kombinationstherapie verspricht Heilungserfolg8. Dezember 2023 © Photo Sesaon – stock.adobe.com (Symbolbild) Tinea pedis ist eine der am häufigsten auftretenden oberflächlichen Pilzinfektionen mit unterschiedlichen klinischen Erscheinungsformen. Eine aktuelle Übersichtsarbeit kanadischer Autoren zielte darauf ab, Ärzte mit den klinischen Merkmalen, der Diagnose und der Behandlung der Tinea pedis vertraut zu machen. Im April 2023 wurde von ihnen in PubMed eine Suche mit den Schlüsselbegriffen „tinea pedis“ ODER „athlete’s foot“ durchgeführt. Die Suchstrategie umfasste alle klinischen Studien, Beobachtungsstudien und Übersichtsarbeiten, die in den letzten 10 Jahren in englischer Sprache veröffentlicht wurden. Tinea pedis wird am häufigsten durch Trichophyton rubrum und Trichophyton interdigitale verursacht. Schätzungen zufolge leiden etwa 3% der Weltbevölkerung an Tinea pedis. Die Prävalenz ist bei Jugendlichen und Erwachsenen höher als bei Kindern. Der Altersgipfel der Inzidenz liegt zwischen 16 und 45 Jahren. Tinea pedis kommt bei Männern häufiger vor als bei Frauen. Die Übertragung zwischen Familienmitgliedern ist der häufigste Übertragungsweg, kann aber auch durch indirekten Kontakt mit kontaminierten Gegenständen des betroffenen Patienten erfolgen. Es werden 3 klinische Hauptformen der Tinea pedis unterschieden: interdigital, hyperkeratotisch (Mokassin-Typ) und vesikulobulös (entzündlich). Die Genauigkeit der klinischen Diagnose von Tinea pedis ist gering. Eine Untersuchung der Hautabschabungen des aktiven Randes der Läsion mit 10%iger KOH-Lösung wird als Point-of-Care-Test empfohlen. Die Diagnose kann erforderlichenfalls durch eine Pilzkultur oder kulturunabhängige molekulare Tests von Hautabschabungen bestätigt werden. Oberflächliche oder lokalisierte Tinea pedis spricht in der Regel auf eine topische antimykotische Therapie an. Eine orale antimykotische Therapie sollte daher nur bei Vorliegen einer schweren Erkrankung, fehlgeschlagener topischer antimykotischer Therapie, gleichzeitigem Vorliegen einer Onychomykose oder bei immungeschwächten Patienten durchgeführt werden. Die topische antimykotische Therapie (1- bis 2-mal täglich über 1–6 Wochen) ist die Hauptstütze der Behandlung von oberflächlicher oder lokalisierter Tinea pedis. Beispiele für topische Antimykotika sind Allylamine (z.B. Terbinafin), Azole (z.B. Ketoconazol), Benzylamin, Ciclopirox, Tolnaftat und Amorolfin. Zu den oralen Antimykotika, die am häufigsten zur Behandlung von Tinea pedis eingesetzt werden, gehören Terbinafin, Itraconazol und Fluconazol. Fazit Die Autoren schlussfolgern, dass eine Kombinationstherapie die Heilungsrate erhöhen könne. Die Prognose sei bei angemessener antimykotischer Behandlung gut, während die Läsionen bei Nichtbehandlung fortbestehen und sich weiterentwickeln können. (am) Autor: Leung AKC et al. Korrespondenz: Alexander K.C. Leung; Department of Pediatrics, The University of Calgary and The Alberta Children’s Hospital, Calgary, Alberta, Kanada Studie: Tinea pedis: an updated review Quelle: Drugs Context 2023 Jun 29;12:2023-5-1. Web: https://doi.org/10.7573/dic.2023-5-1