Tipps für einen stressfreien Silvesterabend mit Hund30. Dezember 2022 Foto: © Stephanie Scholz/Vetmeduni Lautes Zischen, Knallen und grelle Lichter bedeuten für Hunde einen immensen Stressfaktor. Unglücklicherweise gehören Böller, Kracher und Raketen für viele Menschen zum Jahreswechsel dazu. Die Reaktionen der Vierbeiner auf den Lärm reichen von Unruhe bis hin zu Panikreaktionen. Maßnahmen für den Akutfall, die die Veterinärmedizinische Universität Wien zusammengestellt hat, eignen sich um bei Hunden die Stressbelastung zu Silvester so gering wie möglich zu halten. Kurzfristige Maßnahmen Durch Vermeiden bzw. Minimieren der Angstauslöser kann der Silvesterstress reduziert werden: Fenster und Vorhänge/Außenjalousien sollten geschlossen bleiben. Am besten in den ruhigsten Räumen der Wohnung/des Hauses aufhalten. Hintergrundgeräusche wie Fernseher oder Radio sorgen für Ablenkung. Tieren sollte der Zugang zu Verstecken und zu Vertrauenspersonen (passive Sicherheit) erlaubt werden. Beruhigende Worte und langsames Streicheln sind erlaubt – jedoch nicht im Übermaß. Ruhe und Entspannung sollen im Vordergrund stehen. Sofern das Tragen bereits vorab erfolgreich antrainiert worden ist, können „Calming Caps“, „Doggles“ oder „Mutt Muffs“ als Sicht- oder Gehörschutz verwendet werden. ! Hunde generell nicht zu Feuerwerken mitnehmen – auch wenn es davor nie Probleme gegeben hat. Knallkörper, die z.B. unbeabsichtigt neben dem Hund explodieren, können ein Trauma und Panikreaktionen auslösen ! Außerdem besteht Verletzungsgefahr. Gassi-Runde zu Silvester/Neujahr Die meisten Feuerwerke werden bei Dunkelheit gezündet, deshalb: Letzte Runde deutlich vor Mitternacht bzw. idealerweise auch vor Einbruch der Dunkelheit drehen bzw. dann wieder (je nach Bedarf) in den frühen Morgenstunden. Hunde konsequent angeleint lassen! Idealerweise mit der Leine sowohl am Halsband als auch am Brustgeschirr sichern, um Verletzungen durch plötzliche Fluchtversuche zu vermeiden. Besonders in den Morgenstunden auf herumliegende Glassplitter und Feuerwerkskörperreste achten, um Verletzungen bzw. einer unbeabsichtigten Aufnahme vorzubeugen. Freigängerkatzen bitte an Silvester und im Umfeld des Jahreswechsels im Haus behalten. Langfristige Maßnahmen Langfristig eigenen sich Therapiemaßnahmen, um die Angst vor Silvesterkrach zu reduzieren: Desensibilisierung bzw. Gewöhnen an Geräusche: Gewöhnung durch Vorspielen von Silvestergeräuschen (CDs oder YouTube, anfangs sehr leise, die Lautstärke nur langsam steigern, ohne dass der Hund dabei ängstlich wird) Gegenkonditionierung: Lernen, Feuerwerk mit etwas Positivem zu verbinden, wie etwa Spiel oder Futter Entspannungstraining: Situationen, in denen Hunde entspannt sind, konsequent mit einem Signal („Entspannungswort/-ton“) oder einer Belohnung verbinden – dieses Signal kann in einer Stress- oder Angstsituation die Anspannung des Hundes reduzieren. Langfristige Therapien sollten einige Monate im Voraus gestartet werden. Erste Erfolge zeigen sich dann bereits innerhalb kurzer Zeit.
Mehr erfahren zu: "Fadenwürmer: Nahrungsmangel prägt die nächste Generation" Fadenwürmer: Nahrungsmangel prägt die nächste Generation Eine Studie liefert neue Einblicke, wie Umweltbedingungen über Generationen hinweg nachwirken können. Anhand von Fadenwürmern konnten Forschende zeigen, dass die Ernährung der Muttertiere das frühe Wachstum ihrer Nachkommen beeinflusst.
Mehr erfahren zu: "Vogelgrippe-Fälle in Hamburg – Alsterschwäne kommen später" Vogelgrippe-Fälle in Hamburg – Alsterschwäne kommen später Die Hamburger Alsterschwäne paddeln meist Ende März wieder auf der Alster und den umliegenden Gewässern. Doch in diesem Jahr müssen sie noch im Winterlager bleiben – aus Sicherheitsgründen.
Mehr erfahren zu: "Larven klonaler Räuberameisen steuern elterliche Fürsorge per Duftsignal" Larven klonaler Räuberameisen steuern elterliche Fürsorge per Duftsignal Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie haben in den Larven klonaler Räuberameisen ein Brutpheromon entdeckt, das die Ablage weiterer Eier bei den erwachsenen Tieren vorübergehend unterdrückt.