Tod nach radikaler Prostatektomie meist durch kardiovaskuläre Ursachen

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Wenn Patienten innerhalb von 90 Tagen nach radikaler Prostatektomie (RP) versterben, dann meist an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das ergibt eine Langzeitstudie aus Schweden.

Im schwedischen nationalen PCa-Register identifizierten die Urologen alle Männer, die zwischen 1998 und 2018 eine RP erhalten und innerhalb von 90 Tagen nach dem Eingriff gestorben waren, und erhoben die Todesursache. Dabei verglichen sie die Angaben der Krankenakten mit denen im schwedischen Todesursachenregister (CDR).

Von 44.635 Männern starben 58 (0,13 %) innerhalb von 90 Tagen nach der RP. Gemäß den Krankenakten waren die häufigsten Todesursachen Herzerkrankungen (30%) und venöse thromboembolische Ereignisse (21%). Kein Mann starb an metastasiertem PCa, wie es zuerst im CDR angegeben wurde. Nach roboterassistierter RP (RARP) oder offener retropubischer RP (RRP) betrug die postoperative Mortalität 0,09% (19/21.520) bzw. 0,19% (37/19.635). Die validierte absolute 90-Tage-Mortalität nach RP betrug folglich 1,3/1000 während der 21-jährigen Studiendauer.

Fazit
Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren die häufigsten Todesursachen nach RP. Die Autoren betonen, dass die Validierung der CDR das Auftreten von postoperativen Todesfällen durch metastasierendes PCa widerlege. Es gab Unterschiede in Raten und Art der Sterblichkeit zwischen RRP und RARP, aber die RARP-Kohorte war jünger als die RRP-Kohorte, was nach Ansicht der Autoren wahrscheinlich die Unterschiede erklärt. (ms)

Autoren: Björklund et al.
Korrespondenz: Johan Björklund; [email protected]
Studie: The 90-day cause-specific mortality after radical prostatectomy: a nationwide population-based study
Quelle: BJU Int 2022 Mar;129(3):318–324.
Web: https://doi.org/10.1111/bju.15533