Tollwutvirus bei Fledermaus in Unterfranken entdeckt14. August 2026 (Symbolbild) Foto: © Maksym Rudik – stock.adobe.com Erstmals wird in Würzburg das Tollwutvirus bei einer Fledermaus entdeckt. Warum Experten trotz geringem Infektionsrisiko zur Vorsicht raten – und welche Anzeichen alarmieren sollten. In Würzburg ist erstmals das Tollwutvirus (Lyssavirus) bei einer Fledermaus nachgewiesen worden. Wie die Stadt mitteilte, handelt es sich um den ersten bekannten Fall dieser Art in der Unterfranken-Metropole. Bereits im Juni waren allerdings im nahegelegenen Landkreis Aschaffenburg zwei Breitflügelfledermäuse positiv auf das Virus getestet worden. Infektionsrisiko gering – Dennoch Vorsicht geboten Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) stuft das Infektionsrisiko durch Kontakt mit heimischen Fledermäusen weiterhin als gering ein. Dennoch raten die Behörden zu erhöhter Vorsicht. Demnach sollten aufgefundene Fledermäuse grundsätzlich nicht mit bloßen Händen angefasst werden. Dies gelte besonders für Tiere, die flugunfähig sind oder ein untypisches Verhalten zeigen. Als auffällig gilt auch, wenn die nachtaktiven Tiere tagsüber angetroffen werden. Eine Tollwutinfektion äußere sich bei den Fledermäusen meist durch neurologische Ausfälle wie Orientierungslosigkeit oder Lähmungen, wodurch sie oft am Boden liegen. Dadurch können sie in Kontakt mit Hunden oder Katzen geraten. Zudem reagierten erkrankte Tiere teils aggressiv und bissig. Wer ein krankes oder orientierungsloses Tier findet, sollte nach Angaben der Stadt das zuständige Veterinäramt oder eine Fledermausberatung informieren. So stehen Fledermäuse unter strengem Artenschutz und nehmen eine wichtige Rolle im Ökosystem ein.
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