Trachom: In immer mehr Ländern sind Kinder geschützt4. März 2026 Die Zahl der trachomfreien Länder ist auf 28 angestiegen. Dazu beigetragen haben unter anderem auch Maßnahmen wie die Verbesserung von Umweltbedingungen, eine effizientere Gesundheitsversorgung sowie Aufklärungskampagnen zur Gesichtshygiene (Symbolbild). Foto: © Riccardo Niels Mayer – stock.adobe.com Es gibt sie: die guten Nachrichten. Auch im Kampf gegen Krankheiten wie Trachom gibt es Hoffnung. In einer Welt, die oft reflexartig auf das Negative schaut, berichten die SOS-Kinderdörfer über „Good News“. Das Trachom ist eine ansteckende Augenerkrankung, die vornehmlich in Regionen mit mangelndem Zugang zu Wasser und Sanitäranlagen auftritt. Die Erstinfektion erfolgt meist bei Kindern im Vorschulalter, sie sind auch die Hauptübertragenden. Das Trachom beeinflusst somit das Leben vieler Menschen in diesen Gebieten. Zahl der trachomfreien Länder erhöht sich auf 28 In Ägypten, Burundi, Fidschi, Libyen, Mauretanien, Papua-Neuguinea und im Senegal gilt die Verbreitung des Trachoms jetzt als beseitigt. Damit hat sich die Zahl der trachomfreien Länder auf 28 erhöht. 2025 lebten 103 Millionen Menschen in Trachom-Endemiegebieten, in denen etwa aufgrund einer schwachen Infrastruktur, Naturkatastrophen und kriegerischen Konflikten mangelhafte Hygienestandards vorherrschen. Trachom bleibt die weltweit häufigste Augenerkrankung und wird durch eine bakterielle Infektion ausgelöst. Frauen erblinden häufiger als Männer Der Erstinfektion können weitere Ansteckungen folgen, die dann zumeist im Erwachsenenalter zu einer Sehbehinderung und schlimmstenfalls zur Erblindung führen. Vielfach stecken sich auch die Mütter bei erkrankten Kindern an. Wegen ihrer höheren Infektionsrate und ihres in vielen Ländern eingeschränkteren Zugangs zu Gesundheitsdiensten erblinden Frauen viermal häufiger als Männer durch Trachom. Rückgang der behandlungsbedürftigen Menschen um 94 Prozent 2025 lag die Zahl der behandlungsbedürftigen Menschen bei rund 97 Millionen, im Vergleich zu 2002 handelt es sich dabei um einen Rückgang von 94 Prozent. Ein großer Erfolg. Dazu beigetragen haben Maßnahmen wie die Verbesserung von Umweltbedingungen und eine effizientere Gesundheitsversorgung, und insbesondere Aufklärungskampagnen zur Gesichtshygiene. All diese Bemühungen zielen darauf ab, Trachom in der Bevölkerung weiter zu reduzieren. Auch wenn die Antibiotika-Versorgung längst noch nicht flächendeckend ist, konnten 2024 immerhin 44,4 Millionen Betroffene damit behandelt werden. Der vermehrten Antibiotika-Gabe sowie chirurgischen Eingriffen ist es zu danken, dass auch das Ausmaß der Erkrankung immer mehr eingedämmt wird. Trachom ist somit weiterhin im Fokus der globalen Gesundheitsinitiativen.
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