Trainingsanpassung zur Prävention vor Überlastung und Verletzung18. Mai 2022 Eine Steuerung des Trainings könnte das Verletzungsrisiko bei Spielsportarten mit schnellen Richungswechseln, wie zum Beispiel Fußball, Handball, Basketball reduzieren. (Bild von David Mark auf Pixabay) Die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) weist auf vielversprechende Methoden hin, die für Sportler im Profi- und Freizeitbereich interessant sind, um Überlastungen und Verletzungen zu vermeiden. Viele Freizeit- und Profisportler haben mit überlastungsbedingten Sportverletzungen an der oberen und unteren Extremität zu kämpfen. Durch Mikrotraumen entstehen zum Beispiel Tendinopathien oder auch Stressreaktionen und -frakturen, so die Fachgesellschaft und weist auf Referate von Prof. Matthias W. Hoppe auf dem GOTS-Kongress am 19. und 20. Mai in Berlin hin. Er befasse sich dabei mit der Frage, ob und wie man herausfinden kann, welche Überlastungen individuell durch welche Trainingsbelastungen entstehen. Es ist heute bereits möglich, die Trainingsbelastung (in „real-time“) zu quantifizieren und dann in Modelle zu überführen, die erste Ansätze dafür liefern, wie das Training präventiv angepasst werden kann, erklärt die GOTS. Hoppe, Leiter der Professur für Bewegungs- und Trainingswissenschaftan der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig erläutert: „Der Trainingsreiz wird dazu unterteilt in den sogenannten „external und internal load“. Dies ist so wichtig, weil bei gleicher „äußerer-mechanischer“ Trainingsbelastung, die „innere-physiologisch-biomechanische Beanspruchung zum Teil sehr individuell in Abhängigkeit von den körperlichen Voraussetzungen ist, was im Rahmen der Rehabilitation und Prävention von Sportverletzungen berücksichtigt werden muss.“ So kann nach Angaben der Experten auf externaler Ebene zum Beispiel ein Monitoring per GPS erfolgen, während auf internaler Ebene auf die Herzfrequenz, Keratinkinaseaktivität, Laktatkonzentration und das subjektive Empfinden zurückgegriffen werden kann. Neuerdings werden auch gewebsspezifische molekulargenetische Biomarker (micro-RNAs) herangezogen, so die Fachgesellschaft. Im Modell des „Acut to chronic work load ratio“ (ACWR) können beide Komponenten, die innere und äußere, miteinander verknüpft werden und zur Trainingssteuerung dienen, so die GOTS weiter. Erste Übersichtsarbeiten dazu zeigten interessante Ergebnisse – auch zur Prävention von überlastungsbedingten Sportverletzungen. Diese Art des Monitorings bzw. Steuerung des Trainings ist laut der GOTS vor allem für Aktive in den Spielsportarten, wie zum Beispiel Fußball, Handball, Basketball interessant. Viele Richtungswechsel sorgten hier für besonders hohe Belastungen und Beanspruchungen des Bewegungsapparates.
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