Translationale Neurowissenschaften: Botond Roska mit internationalem Preis geehrt28. Juni 2023 Botond Roska.Foto.©zvg Botond Roska, Professor an der Universität Basel und Direktor am Institut für Molekulare und Klinische Ophthalmologie Basel (IOB), ist von der Gertrud Reemtsma Stiftung mit dem International Prize for Translational Neuroscience ausgezeichnet worden. Der Preis wurde Roska zusammen mit Prof. José-Alain Sahel verliehen, der dem wissenschaftlichen Beirat des IOB vorsteht. Botond Roska und sein langjähriger wissenschaftlicher Partner José-Alain Sahel erhalten die Auszeichnung in Anerkennung ihrer bahnbrechenden Arbeiten zur Wiederherstellung des Sehvermögens bei Erblindeten mithilfe optogenetischer Therapien. Der internationale Preis für translationale Neurowissenschaften wird seit 1990 jährlich von der Gertrud-Reemtsma-Stiftung vergeben. Der Preis ehrt und fördert herausragende wissenschaftliche Leistungen in der neurologischen Grundlagenforschung. Er ist mit 60.000 Euro dotiert und wurde den beiden Forschern in Hamburg verliehen. „Wir freuen uns sehr über diese positive Anerkennung durch die neurowissenschaftliche Gemeinschaft“, so Roska. „Es ist eine große Ehre für uns, unter den früheren Preisträgerinnen und Preisträgern aufgeführt zu sein – allesamt große Namen auf diesem Gebiet.“ Wiederhergestellte Sehfähigkeit Die Optogenetik ist eine Technik, bei der Gene aus Algen verwendet werden, um lichtempfindliche Zellen zu erzeugen. Roska war einer der ersten, der diese Technik einsetzte, um die Sehfähigkeit von blinden Mäusen wiederherzustellen. Um das gentechnische Verfahren am Menschen zu erproben, schloss sich Roska mit José-Alain Sahel zusammen. Dieser ist Professor an der Abteilung für Augenheilkunde der University of Pittsburgh School of Medicine, Direktor des UPMC Vision Institute sowie Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des IOB. Mit der optogenetischen Therapie gelang es ihnen, das Sehvermögen von Patienten, die durch die Erbkrankheit Retinitis pigmentosa erblindet waren, teilweise wiederherzustellen. Mit dieser ersten erfolgreichen Anwendung der Optogenetik beim Menschen erreichten die beiden Forscher einen Meilenstein in der Behandlung von Erblindungskrankheiten, von denen Millionen von Menschen weltweit betroffen sind.
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