TUM: Prof. Peter Charbel Issa ist neuer Direktor der Augenklinik am Universitätsklinikum rechts der Isar2. Mai 2024 Prof. Peter Charbel Issa leitet seit April die Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum rechts der Isar.Foto.©Kathrin Czoppelt/Klinikum rechts der Isar Die Augenklinik des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) hat einen neuen Direktor: Seit 1. April leitet Prof. Peter Charbel Issa die Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde. Vor seinem Wechsel nach München war er seit 2016 am Oxford University Hospital tätig. Sein Medizinstudium hat Charbel Issa in Jena, Freiburg und London absolviert, es folgte die Facharztausbildung an den Universitäts-Augenkliniken in Würzburg und Bonn. Nach seiner Habilitation (2010) und einem Marie Curie Research Fellowship an der Universität Oxford übernahm er 2012 eine Stiftungs-Professur an der Universitäts-Augenklinik Bonn. Charbel Issa gilt als international anerkannter Spezialist für degenerative Netzhauterkrankungen wie der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), aber auch seltener Augenerkrankungen wie der erblich bedingten Retinitis pigmentosa oder der Stargardt-Erkrankung. Große Expertise, die ab sofort auch Patienten in München zugutekommt. „Dabei liegt es mir persönlich sehr am Herzen, Menschen mit seltenen Augenerkrankungen mit fundiertem Fachwissen zu versorgen“, betont Charbel Issa. „Aber auch Patientinnen und Patienten mit häufigen Erkrankungen wie dem Grauen Star, der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) oder diabetes-bedingten Augenveränderungen werden bei uns nach neuesten Erkenntnissen behandelt.“ Präziseste bildgebende Diagnostik in der Augenheilkunde Trotz vieler Jahre im Beruf ist Charbel Issa noch immer fasziniert von seinem Fachgebiet. „Schon im Studium war ich begeistert vom Nervensystem – und das Auge ist quasi ein Fenster, um Teile des zentralen Nervensystems zu untersuchen“, erklärt er. Dabei bietet die bildgebende Diagnostik der Netzhaut, der Retina, aktuell mit eine der höchsten Präzisionen in der gesamten Medizin. Aufnahmen von höchster Auflösung erlauben es, bereits kleinste Veränderungen im Auge zu erkennen – und teils auch zu behandeln. „Dank hocheffizienter, mikrochirurgischer Verfahren lässt sich das Sehen oft verbessern und eine Sehverschlechterung verhindern.“ Auch im Bereich der Forschung sei die Retinologie, die Lehre von den Netzhauterkrankungen, hochinteressant: „Wir können hier mit gentherapeutischen Verfahren und hochauflösender Bildgebung auf zellulärer Ebene arbeiten“, erörtert der Experte. „In beiden Bereichen befindet sich die Augenheilkunde in einer Zeitenwende.“ Neue Erkenntnisse rasch in die klinische Anwendung bringen Charbel Issa ist es dabei wichtig, neue Erkenntnisse aus der Forschung möglichst rasch in die klinische Anwendung zu bringen. „An der Augenklinik des Universitätsklinikums rechts der Isar bieten wir Patientinnen und Patienten neueste Therapieansätze an – und ermöglichen es ihnen bei Bedarf auch, an Forschungsprojekten teilzunehmen.“ Der neue Direktor freut sich daher schon darauf, zusammen mit seinem hochmotivierten Team und auch über Fachgrenzen hinweg Antworten auf schwierige wissenschaftliche Fragen zu finden. An seinem neuen Arbeitsort München habe ihn auch das forschungsstarke Umfeld an der TUM gereizt, insbesondere bei Anwendungen in der Robotik und Künstlichen Intelligenz, aber auch, „dass bei alledem die Patienten-Bedürfnisse im Zentrum aller Bemühungen stehen.“
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