Typ-1-Diabetes: Erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern15. Januar 2018 © farfalla2017 – fotolia.com Typ-1-Diabetiker, speziell Frauen, haben ein höheres Risiko für Vorhofflimmern als die Allgemeinbevölkerung. Das Risiko steigt mit renalen Komplikationen und schlechter Blutzuckereinstellung an. Dies zeigt eine Studie aus Schweden. Untersucht wurden 36.258 Patienten mit Typ-1-Diabetes und 179.980 gematchte Kontrollen. Das Follow-up lief über median 9,7 Jahre bei den Patienten und median 10,2 Jahre bei den Kontrollen. Von den Typ-1-Diabetikern wurde bei 749 (2 %) im Laufe der Nachbeobachtung Vorhofflimmern diagnostiziert, bei den Kontrollen war dies bei 2882 (2 %) der Fall. Die adjustierte Hazard Ratio lag bei 1,13 (95 %-KI 1,01–1,25; p=0,029) für Männer und 1,50 (95 %-KI 1,30–1,72; p<0,0001) für Frauen. Das zusätzliche Risiko für Vorhofflimmern bei Typ-1-Diabetikern nahm mit schlechterer glykämischer Kontrolle und renalen Komplikationen zu. Unter den Typ-1-Diabetikern mit normaler Albuminurie war bei Männern mit HbA1c-Werten < 9,7 % und bei Frauen mit HbA1c-Werten < 8,8 % kein zusätzliches Risiko zu beobachten. Autoren: Dahlqvist S et al. Korrespondenz: Department of Medicine, NU Hospital Group, Uddevalla, Schweden Studie: Risk of atrial fibrillation in people with type 1 diabetes compared with matched controls from the general population: a prospective case-control study Quelle: Lancet Diabetes Endocrinol 2017 Oct;5(10):799–807. Web: www.thelancet.com/journals/landia