Typ-2-Diabetes: Besserer Prädiktor für Erkrankungsrisiko31. Januar 2018 © kamasigns – fotolia.com Der Glukosewert nach einer Stunde ist ein stärkerer Prädiktor für einen künftigen Typ-2-Diabetes als der Glukosewert nach zwei Stunden. Er ist außerdem mit Diabeteskomplikationen und der Mortalität assoziiert. Dies zeigt eine prospektive Kohortenstudie mit 4867 Männern, die zufällig aus Geburtskohorten von 1921–1949 ausgewählt wurden. Sie unterzogen sich einem oralen Glukosetoleranztest mit Glukosemessungen nach 0, 1 und 2 Stunden und wurden bis zu 39 Jahre nachbeobachtet. Die Studienteilnehmer waren durchschnittlich 48 Jahre alt (IQR 48–49). Im Laufe des Follow-up (median 33 Jahre [IQR 24-37]) entwickelten 636 (13 %) von ihnen einen Typ-2-Diabetes. Erhöhte 1-Stunden-Glukosewerte beim oralen Glukosetoleranztest waren mit neu auftretendem Diabetes assoziiert (HR 3,40 [95 %-KI 2,90–3,98]; p<0,001). Sie erlaubten darüber hinaus eine bessere Risikoabschätzung als gestörte Glukosetoleranz (C-Index 0,637 vs. 0,511; p<0,001). Die Hinzunahme der 1-Stunden-Glukose führte bei Studienteilnehmern, die anhand der Nüchternglukose stratifiziert waren, zu einer stärkeren Nettoreklassifizierungsverbesserung als die Hinzunahme der 2-Stunden-Glukose (0,214 vs. 0,016). Die 1-Stunden-Glukose war außerdem signifikant mit vaskulären Komplikationen und der Mortalität assoziiert. Autoren: Pareek M et al. Korrespondenz: Brigham and Women‘s Hospital Heart & Vascular Center, Harvard Medical School, Boston, MA, USA Studie: Enhanced Predictive Capability of a 1-Hour Oral Glucose Tolerance Test: A Prospective Population-Based Cohort Study Quelle: Diabetes Care 2018 Jan;41(1):171–177. Web: care.diabetesjournals.org