Typ-2-Diabetes: Früher Eintritt der Menopause begünstigt das Risiko17. März 2025 Foto: © DOC-RABE/stock.adobe.com Eine neue Studie der Korea University, Südkorea, untersucht den Zusammenhang zwischen den Wechseljahren und dem Typ-2-Diabetes-Risiko bei postmenopausalen Frauen. Die Wechseljahre markieren eine bedeutende hormonelle Umstellung im Leben einer Frau und beeinflussen den Stoffwechsel, die Insulinsensitivität und die allgemeine Blutzuckerkontrolle. Während die Rolle von Östrogen in diesen Prozessen bekannt ist, sei der Einfluss des Zeitpunkts der Wechseljahre auf das Diabetesrisiko bisher jedoch unklar, betonen die Autoren. Um diese Lücke zu schließen, analysierten Forscher der Korea University Gesundheitsdaten von 1.125.378 postmenopausalen Frauen in Südkorea, um den Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt der Menopause und Typ-2-Diabetes zu untersuchen. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „JAMA Network Open“ veröffentlicht. Mangel an Östrogen könnte große Rolle spielen Das Forscherteam unter der Leitung von Prof. Ga Eun Nam von der Korea University fand heraus, dass Frauen mit vorzeitigen Wechseljahren (vor dem 40. Lebensjahr) ein deutlich höheres Risiko hatten, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, als Frauen, deren Wechseljahre typischerweise mit 50 Jahren oder älter eintraten. Bemerkenswerterweise war das Diabetesrisiko umso höher, je früher die Wechseljahre einsetzten. Das unterstreicht laut den Forschern den entscheidenden Einfluss hormoneller Veränderungen auf die Stoffwechselgesundheit. Die Studie legt laut den Wissenschaftlern nahe, dass der Mangel an Östrogen, das eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung der Insulinsensitivität und des Glukosestoffwechsels spielt, zu diesem erhöhten Risiko beitragen kann. Nam erklärt: „Frauen mit vorzeitigen oder frühen Wechseljahren haben möglicherweise ein höheres Risiko für Typ-2-Diabetes als der Durchschnitt. Daher ist es notwendig, verstärkt auf ein angemessenes Gewicht und eine Anpassung des Lebensstils zu achten, beispielsweise durch regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung.“ Die Ergebnisse unterstreichen laut den Autoren damit auch die Bedeutung einer frühzeitigen Erkennung und eines proaktiven Managements. Sie empfehlen Frauen mit vorzeitiger oder früher Menopause regelmäßige Gesundheitschecks und Lebensstilinterventionen, um ihr Risiko für Typ-2-Diabetes zu senken. Nam rät weiter: „Es ist wichtig, sich frühzeitig durch aktive, regelmäßige Check-ups damit auseinanderzusetzen.“
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