Typ-2-Diabetes: Mesenteriale viszerale Lipektomie verbessert die Glukosetoleranz5. November 2025 Foto: © DOC RABE Media/stock.adobe.com Ein erhöhter Anteil an mesenterialem viszeralen Fett ist mit dem Metabolischen Syndrom, Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes (T2D) assoziiert. Ein innovatives Verfahren in diesem Kontext haben Forschende aus den USA untersucht. Die aktuelle Studie zeigte, dass die mesenteriale viszerale Lipektomie (MVL) ein neuartiger, minimalinvasiver Ansatz zur Verbesserung der glykämischen Kontrolle bei Patienten mit suboptimal eingestelltem T2D sein kann. Untersuchung an sieben Patienten Unter Verwendung der gezielten Zelltrennungs- und Extraktionstechnologie (TC-SET) untersuchte das Autorenteam, wie sich die Entfernung intraabdominalen Fettgewebes, insbesondere des mesenterialen Fettgewebes des Dünndarms, auf die glykämische Kontrolle und die Insulinsensitivität in ihrer Studienkohorte auswirkte. Diese bestand aus sieben Personen mit Adipositas und schlecht eingestelltem T2D (Hämoglobin[Hb]A1c-Wert 8,9 %±0,2 ; Nüchternplasmaglukose [FPG] 211±12 mg/dl). Bei der TC-SET handelt es sich um eine spezielle Technik zur schonenden Entfernung von viszeralem Fettgewebe. Die Wissenschaftler untersuchten die Probanden sechs beziehungsweise zwölf Monate nach der Behandlung mit TC-SET. Signifikante Senkung von HbA1c und FPG Nach sechs Monaten waren sowohl der HbA1c-Wert als auch die FPG signifikant auf 7,7 Prozent (p=0,01) bzw. 140 mg/dl (p<0,01) gesunken. Nach zwölf Monaten zeigten FPG (172 mg/dl; p=0,02) und HbA1c (8,1 %, p=0,10) wieder einen Anstieg. Die Zeit im Zielbereich (gemessen mittels kontinuierlicher Glukosemessung) erhöhte sich von 22 Prozent auf 74 Prozent in Monat 6 (p<0,001) und auf 50 Prozent in Monat 12 (p<0,05). Die Unterdrückung der endogenen (hepatischen) Glukoseproduktion stieg von 29 Prozent auf 45 Prozent in Monat 6 (p<0,05) und auf 43 Prozent (p<0,01) in Monat 12. Keine Veränderung der insulinvermittelten Glukoseaufnahme Die insulinvermittelte Glukoseaufnahme im gesamten Körper änderte sich zu beiden Zeitpunkten nicht signifikant. Bis Monat 12 nahmen das Körpergewicht (von 106,8 auf 103,3 kg) und der Körperfettanteil (von 33,3 auf 31,6 %) leicht ab (p<0,05). Der Fettgehalt der Leber (gemessen mittels Protonen-Magnetresonanzspektroskopie) verringerte sich signifikant von 23,9±3,7 Prozent auf 19,1±3,4 Prozent (p<0,005) nach zwölf Monaten. Die Insulinsekretion und der Dispositionsindex während eines oralen Glukosetoleranztests stiegen nach sechs Monaten um mehr als das Doppelte (beide p<0,05). Diese Verbesserungen hielten auch nach zwölf Monaten an. Weitere kontrollierte Studien seien jetzt erforderlich, um diese ersten Ergebnisse zu bestätigen und die potenziellen Vorteile der MVL besser zu verstehen, erklären die Autoren. (hsp/BIERMANN)
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