Typ-2-Diabetes: Orales Semaglutid kann das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle senken1. April 2025 Foto: © DOC-RABE-Media/stock.adobe.com Eine neue US-Studie zeigt, dass die orale Darreichungsform von Semaglutid kardiovaskuläre Ereignisse bei Menschen mit Typ-2-Diabetes, atherosklerotischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und/oder chronischer Nierenerkrankung reduzieren kann. Glucagon-like Peptid-1(GLP-1)-Rezeptoragonisten wie Semaglutid haben großes Potenzial zur Blutzuckersenkung gezeigt. Es war bisher jedoch wenig darüber bekannt, ob die orale Darreichungsform von Semaglutid tatsächlich schwere kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkte und Schlaganfälle verringern kann. Eine Studie der University of North Carolina (UNC), USA, liefert nun vielversprechende Ergebnisse, die auf der Jahrestagung des American College of Cardiology präsentiert und zeitgleich in der Fachzeitschrift „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurden. „Semaglutid ist ein wichtiger Bestandteil unserer Bemühungen, Herzinfarkte und Schlaganfälle bei Diabetikern zu reduzieren. Die orale Verabreichung dieser hochwirksamen Therapie ist ein großer Fortschritt“, berichtet Dr. John Buse von der UNC. Nichttödlicher Myokardinfarkt: Größte Risikoreduktion Für die Studie Semaglutide cardiovascular outcomes trial (SOUL) wurden insgesamt 9650 Personen mit vorbestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie koronarer Herzkrankheit, symptomatischer peripherer arterieller Verschlusskrankheit, zerebrovaskulärer Erkrankung oder chronischer Nierenkrankheit rekrutiert. Die Teilnehmer wurden in eine Placebogruppe und eine Medikamentengruppe aufgeteilt, um zu untersuchen, ob bei den Teilnehmern, die orales Semaglutid einnahmen, das Risiko schwerer kardialer Ereignisse höher oder niedriger war. Beide Gruppen erhielten gemäß den lokalen Richtlinien Standardtherapien zur Senkung des Blutzuckerspiegels und zur Reduzierung des kardiovaskulären Risikos. Die Teilnehmer der Medikamentengruppe erhielten einmal täglich 14 mg Semaglutid oral. Die Forscher stellten fest, dass orales Semaglutid das Risiko schwerer kardiovaskulärer Ereignisse im Vergleich zu Placebo alters- und geschlechtsübergreifend um 14 Prozent senkte. Von allen in der klinischen Studie untersuchten Arten schwerer kardiovaskulärer Ereignisse zeigte sich beim nichttödlichen Myokardinfarkt die größte Risikoreduktion. Weitere Studien erforderlich Die Wirkung von oralem Semaglutid auf kardiovaskuläre Ergebnisse stimmte mit anderen klinischen Studien mit injizierbarem Semaglutid überein. Es sind jedoch weitere Studien erforderlich, um festzustellen, ob eine Darreichungsform bei der Reduzierung schwerer kardiovaskulärer Ereignisse wirksamer ist als die andere.
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