Typ-2-Diabetes-Patienten mit COVID-19: Bessere Ergebnisse durch Metformin und AGIs möglich25. Juni 2024 Foto: © SecondSide/stock.adobe.com Eine Studie von Wissenschaftlern der Huazhong University of Science and Technology, China, deutet auf Vorteile der Einnahme von Metformin und Alpha-Glukosidasehemmern (AGIs) bei Typ-2-Diabetes(T2D)-Patienten mit COVID-19 hin. Das Forscherteam hat eine umfassende retrospektive Studie durchgeführt, in der die Auswirkungen verschiedener Diabetesmedikamente auf die COVID-19-Ergebnisse analysiert wurden. Die Forschung umfasste die Daten von 4922 Patienten mit COVID-19 und T2D aus 138 Krankenhäusern in der Provinz Hubei, China. Die zwischen Dezember 2019 und August 2021 durchgeführte Studie ergab einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Einnahme von Metformin und AGIs und einer geringeren Gesamtmortalität bei COVID-19-Patienten mit T2DM. Umgekehrt war die Verwendung von Insulin mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden. Diese Ergebnisse blieben auch nach Bereinigung um Alter, Geschlecht, Begleiterkrankungen und andere Medikamente bestehen. Verwendung von Insulin mit erhöhtem Sterberisiko verbunden Die Forscher setzten verschiedene statistische Methoden ein, darunter multivariate Cox-Regression und Propensity-Score-Matching, um die Sicherheit ihrer Ergebnisse zu gewährleisten. Subgruppenanalysen bestätigten die beobachteten Zusammenhänge bei verschiedenen Patientengruppen, darunter schwerkranke Patienten und Patienten mit schlecht eingestelltem Blutzuckerspiegel. Diese Untersuchung stellt frühere Empfehlungen in Frage, bei denen Insulin zur Behandlung von Hyperglykämie bei COVID-19-Patienten mit T2DM Vorrang hatte, so die Autoren. Obwohl es sich um eine retrospektive Studie handelt und keine Kausalität nachgewiesen werden kann, unterstreichen die Ergebnisse die Notwendigkeit weiterer Forschung und sorgfältiger Überlegungen bei der Verschreibung von Insulin für diese gefährdete Bevölkerungsgruppe, heißt es weiter. Dr. Dao Wen Wang betont: „Unsere Studie legt nahe, dass Metformin und AGIs für COVID-19-Patienten mit T2DM die geeigneteren Behandlungsoptionen sein könnten. Kliniker sollten vorsichtig sein, wenn sie eine Insulintherapie für diese Patienten in Betracht ziehen.“
Mehr erfahren zu: "Niedrige Knochendichte bei funktioneller hypothalamischer Amenorrhö – was hilft?" Weiterlesen nach Anmeldung Niedrige Knochendichte bei funktioneller hypothalamischer Amenorrhö – was hilft? Leiden Frauen an einer funktionellen hypothalamischen Amenorrhö (FHA), kann das ihre Knochendichte negativ beeinflussen. Neue Ergebnisse zeigen, dass eine transdermale Hormonersatztherapie (HRT) helfen kann – im Gegensatz zur Antibabypille.
Mehr erfahren zu: "Appell an CDU-Parteitag für Softdrink-Steuer" Appell an CDU-Parteitag für Softdrink-Steuer Gesundheitsexperten mahnen seit längerem eine Abgabe auf gezuckerte Limos und Colas an, um vor allem bei Kindern zu einer gesünderen Ernährung zu kommen. Gibt es womöglich Unterstützung für die Softdrink-Steuer […]
Mehr erfahren zu: "BVOU warnt vor Rückschritt in der Osteoporose-Versorgung" BVOU warnt vor Rückschritt in der Osteoporose-Versorgung Dem Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) zufolge gefährdet die neue Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) die Frauengesundheit und eine leitliniengerechte Therapie. Denn die Kosten der DXA-Messung seien nicht annähernd gedeckt.