Typ-2-Diabetes: Schlafmangel hat großen Einfluss

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Schlechter Schlaf wurde als Risikofaktor für eine schlechte Blutzuckerkontrolle bei Personen mit Typ-2-Diabetes (T2D) identifiziert. Da der optimale Schlaf auf verschiedene Arten charakterisiert werden kann, haben niederländische Wissenschaftler untersucht, welche Schlafeigenschaften am stärksten mit HbA1c assoziiert sind.

Insgesamt 172 Patienten mit T2D füllten Fragebögen zum Thema Schlaf aus und führten 7 Tage eine Handgelenks-Aktigraphie durch. Die lineare Regression wurde verwendet, um die Assoziationen zwischen Schlafparametern (Gesamtschlafdauer, Variabilität der Schlafdauer, Midsleep-Zeitpunkt, Variabilität des Midsleep-Zeitpunktes, Schlafeffizienz, subjektive Schlafqualität und subjektive Schlaflosigkeitssymptome) und HbA1c individuell und gemeinsam zu bewerten.

Die Variabilität der Schlafdauer war individuell am stärksten mit dem HbA1c assoziiert (b=0,239; p=0,002; R2=4,9%), gefolgt von der Gesamtschlafdauer (U-förmig: b=1,161/ b2=1,044; p=0,017/0,032; R2=4,3%), der subjektiven Schlafqualität (b=0,191; p=0,012; R2=3,6%), Variabilität es Midsleep-Zeitpunktes (b=0,184; p=0,016; R2=3,4%) und Schlafeffizienz (b=–0,150; R2=2,3%).

Der Midsleep-Zeitpunkt und die Symptome der subjektiven Schlaflosigkeit waren nicht mit dem HbA1c assoziiert. In Kombination waren die Variabilität der Schlafdauer, die Gesamtschlafdauer und die subjektive Schlafqualität signifikant mit HbA1c assoziiert, was zusammen 10,3% der Varianz von HbA1c erklärt.

Fazit
Der Schlaf im Allgemeinen kann für Patienten mit T2D ein wichtiger veränderbarer Faktor sein. Die Vermeidung von Schlafmangel sollte bei der schlafzentrierten Behandlung von T2D besondere Beachtung finden, empfehlen die Wissenschaftler. (rl)

Autoren: Brouwer A et al.
Korrespondenz: Annelies Brouwer; [email protected]
Studie: Sleep and HbA1c in Patients With Type 2 Diabetes: Which Sleep Characteristics Matter Most?
Quelle: Diabetes Care. 2020 Jan;43(1):235-243.
Web: https://doi.org/10.2337/dc19-0550