Typ-2-Diabetes: Wenig Schlaf kann das Risiko bei Frauen erhöhen24. März 2025 Foto: © terovesalainen/stock.adobe.com US-Forscher haben einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Schlafgesundheit und dem Risiko der Entwicklung von Typ-2-Diabetes (T2D) bei Frauen mit einer Vorgeschichte von Schwangerschaftsdiabetes (GDM) festgestellt. GDM ist eine der häufigsten Schwangerschaftskomplikationen, von der weltweit bis zu 30 Prozent der Schwangerschaften betroffen sind. Bei Frauen mit GDM in der Vorgeschichte ist die Wahrscheinlichkeit, später im Leben T2D zu entwickeln, fast zehnmal höher als bei Frauen ohne GDM, erklären die Autoren eingangs. Während Lebensstilfaktoren wie Ernährung und Bewegung bekannte Präventionsmaßnahmen sind, wirft diese Studie ein Licht auf die oft übersehene Rolle der Schlafgesundheit bei der Minderung des Diabetesrisikos. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Prof. Zhang Cuilin und Dr. Yin Xin vom Global Centre for Asian Women’s Health, Singapur, analysierte die Daten von fast 3000 Frauen mit einer Vorgeschichte von GDM über einen Zeitraum von 17 Jahren aus der Nurses’ Health Study II. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „JAMA Network Open“ veröffentlicht. Risiko 30 Prozent höher Die Wissenschaftler fanden heraus, dass diejenigen, die sechs Stunden oder weniger pro Nacht schliefen, ein 32 Prozent höheres Risiko hatten, eine T2D zu entwickeln, als diejenigen, die die empfohlenen sieben bis acht Stunden Schlaf einhielten. Darüber hinaus war regelmäßiges Schnarchen – definiert als Schnarchen in den meisten Nächten pro Woche oder jede Nacht – mit einem 61 Prozent erhöhten T2D-Risiko verbunden. Bei Frauen, die sowohl eine kurze Schlafdauer als auch regelmäßiges Schnarchen aufwiesen, war das Risiko mehr als doppelt so hoch wie bei Frauen mit gesunden Schlafmustern. Neben der Erhöhung des Diabetesrisikos wurde regelmäßiges Schnarchen auch mit ungünstigen Biomarkern des Glukosestoffwechsels in Verbindung gebracht, einschließlich erhöhter HbA1c-, Insulin- und C-Peptid-Werte, die alle auf eine potenzielle Stoffwechselstörung hindeuten. „Unsere Forschungsergebnisse zeigen, dass die Verbesserung der Schlafgewohnheiten – wie die Verlängerung der Schlafdauer und die Beseitigung des Schnarchens – ein wirksamer Schritt zur Prävention von Typ-2-Diabetes bei Frauen mit hohem Diabetesrisiko sein kann“, kommentiert Zhang.
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