Überlebensverlängerung auch bei diversen Untergruppen in JAVELIN Bladder 100

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Analysen des Gesamtüberlebens (OS) und des progressionsfreien Überlebens (PFS) in klinisch relevanten Untergruppen der Phase-III-Studie JAVELIN Bladder 100 zur Erhaltungstherapie des fortgeschrittenen Urothelkarzinoms (aUC) mit Avelumab stimmen laut einer aktuellen Studie mit den Ergebnissen für die Gesamtpopulation überein.

Die Daten untermauern nach Ansicht der Autoren die Erstlinien-Erhaltungstherapie mit Avelumab als Standardbehandlung für Patienten mit aUC, die nach einer platinbasierten Erstlinien-Chemotherapie keine Progression aufweisen.

JAVELIN Bladder 100 hatte gezeigt, dass die geprüfte plus bestmöglicher unterstützender Therapie (Best Supportive Care, BSC) das OS und das PFS im Vergleich zu BSC allein bei aUC-Patienten ohne Progression nach der Chemotherapie signifikant verlängerte, was zur behördlichen Zulassung in verschiedenen Ländern führte. Petros Grivas vom Fred Hutchinson Cancer Center der University of Washington in Seattle (WA, USA) und seine Coautoren wollten nun wissen, ob dies auch für eine Reihe klinisch relevanter Untergruppen der Studie gilt.

In der Studie wurden Patienten mit inoperablem lokal fortgeschrittenen oder metastasiertem Urothelkarzinom ohne Progression unter Gemcitabin plus Cisplatin oder Carboplatin als Erstlinientherapie randomisiert und erhielten Avelumab plus BSC (n=350) oder BSC allein (n=350). Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug in beiden Armen >19 Monate.

Die neue Analyse zeigte, dass die Hazard Ratios (HR) für OS mit Avelumab plus BSC im Vergleich zu BSC allein in allen untersuchten Untergruppen <1,0 lagen. Dies betrifft Patienten, die mit Cisplatin plus Gemcitabin behandelt wurden (HR 0,69; 95%-KI 0,50–0,93) ebenso wie diejenigen, die Carboplatin plus Gemcitabin erhalten hatten (HR 0,64; 95%-KI 0,46–0,90). Es gilt auch für Patienten, deren Tumoren positiv für Programmed Cell Death 1 Ligand 1 waren und die mit Carboplatin plus Gemcitabin behandelt wurden (HR 0,67; 95%-KI 0,39–1,14). Unabhängig war der Erfolg auch davon, ob die Patienten auf die Chemotherapie vollständig (HR 0,80; 95%-KI 0,46–1,37) oder teilweise angesprochen hatten (HR 0,62, 95 %-KI 0,46–0,84) oder nur eine stabile Erkrankung erzielt werden konnte (HR 0,70; 95%-KI 0,46–1,06). Beim PFS seien die Beobachtungen ähnlich gewesen, berichten die Wissenschaftler. Zu den Einschränkungen ihrer Analyse zählen sie die geringere Größe und die Post-hoc-Auswertung ohne Multiplizitätsanpassung für einige Untergruppen.

(ms)