UKSH: Deutschlandweit erste Nieren-Teilresektion mit modernster Roboterchirurgie3. Juni 2024 Prof. Daniar Osmonov, stellvertretender Direktor der Klinik für Urologie, Campus Lübeck, an der Konsole des OP-Roboters, die eine hochauflösende 3D-Sicht erlaubt. Foto: UKSH In der Klinik für Urologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, wurde erstmals in Deutschland ein Teil einer Niere mit Hilfe des OP-Roboters HUGO entfernt. Der 67-jährige Patient hatte einen Tumor, der zentral in der linken Niere lag. „In der Regel wird in diesen Fällen in Deutschland die gesamte Niere in einer offenen Operation reseziert. Wir haben uns für einen organerhaltenden minimalinvasiven Eingriff entschieden“, kommentiert Prof. Daniar Osmonov. In einer 70-minütigen Operation konnte der Tumor trotz der herausfordernden Lage komplett entfernt werden, die Niere jedoch erhalten bleiben. „Unserem Patienten ging es nach der Operation gut. Es sind keine Komplikationen aufgetreten“, berichtet Osmonov. Die Roboterchirurgie stellt die modernste und innovativste Form der Chirurgie dar. Sie macht das Operieren oft noch gewebeschonender und präziser. Die neue Generation moderner OP-Roboter ermöglicht über eine Konsole den Operateuren eine hochauflösende 3D-Sicht. Über vier Roboterarme können sie die Instrumente steuern. Die erste Operation mit dem System HUGO ist im März 2023 am UKSH, Campus Lübeck, durchgeführt worden, seither wurde bislang rund fünfzig Mal auf diese Weise operiert – hauptsächlich in der Urologie und Viszeralchirurgie. „Der OP-Roboter wird vor allem bei sehr komplizierten Eingriffen eingesetzt“, erläutert Prof. Tobias Keck, Direktor der Klinik für Chirurgie, Campus Lübeck. „Die Patientinnen und Patienten profitieren meist davon. Wir erreichen in der Regel sehr gute Ergebnisse, es treten oft weniger Komplikationen auf und die Behandelten können früher wieder nach Hause“, fügt er hinzu.
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