Umfrage: Deutschlandweite Unzufriedenheit mit dem Gesundheitssystem20. Mai 2025 Dorothee Brakmann (Foto: @Svea Pietschmann) Eine repräsentative Civey-Umfrage unter mehr als 5000 Personen im Auftrag von Pharma Deutschland zeigt, dass die Menschen mit der Gesundheitsversorgung in Deutschland sehr unzufrieden sind. Die unmittelbar vor Antritt der neuen Bundesregierung ermittelten Ergebnisse legen laut des Verbandes der pharmazeutischen Industrie nahe, dass sich der seit Mitte 2020 bestehende Trend einer immer kritischer beurteilten Gesundheitsversorgung fortsetzt: Während Mitte 2020 noch rund 40 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger der Ansicht waren, dass sich die generelle Gesundheitsversorgung verschlechtert hat, liege dieser Wert seit 2023 stabil bei über 70 Prozent. Die neuen Daten zur Meinung der Bevölkerung über die Qualität der Gesundheitsinfrastruktur in ihrem unmittelbaren Umfeld unterstreichen laut Pharma Deutschland den Handlungsbedarf. Welcher Bereich der medizinischen Versorgung als besonders kritisch wahrgenommen werde, unterscheide sich regional teilweise stark. Am meisten sorgen sich die Befragten um die hausärztliche Versorgung (45,8 Prozent), die fachärztliche Versorgung (33,8 Prozent), die psychische Gesundheitsversorgung (32,7 Prozent) sowie die Krankenhausversorgung (31,6 Prozent). Weitgehende Zufriedenheit besteht bei der Apothekenversorgung: Hier sehen durchweg weniger als zehn Prozent der Befragten in den jeweiligen Bundesländern Herausforderungen – mit Ausnahme von Bremen (18,7 Prozent Unzufriedenheit), so die Ergebnisse der Umfrage. Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland, betont, „dass von Menschen in vielen Regionen in Deutschland die Versorgung mit Krankenhäusern und Praxen als Herausforderung erachtet wird, ist eine ernste Situation. Denn Hausärzte, Krankenhäuser und Facharztpraxen sind die zentralen Säulen der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Es muss jetzt darum gehen, die Gesundheitsinfrastruktur nicht nur als Kostenfaktor, sondern vor allem als Aufgabe der Daseinsvorsorge zu sehen“, forderte sie. Ein Lichtblick der Umfrage sei, dass das Angebot an Apotheken, trotz eines deutschlandweiten rasanten Apothekenschwundes, nicht als problematisch angesehen werde, so Brakmann, die sich von der neuen Bundesregierung wünscht, dass Apotheken stärker in die gesundheitspolitischen Überlegungen eingebunden werden.
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